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Mosambik: Feuer in Waffendepot

Ein Großfeuer und eine Explosionsserie im größten Waffen- und Munitionslager Mosambiks hat mindestens neun Menschen das Leben gekostet und Tausende in die Flucht getrieben.

Das teilte das Gesundheitsministeriums, des Landes am Donnerstagabend mit. Auch fünf Stunden nach Beginn des Brandes in einem Stadtteil von Maputo waren immer noch Explosionen zu hören.

99 weitere Menschen wurden Medienberichten zufolge verletzt, als Granaten und Raketen explodierten. Einige der Geschosse flogen in Wohngebiete in der Hauptstadt. Der Flughafen der Stadt musste geschlossen werden.

Während des mehrstündigen Infernos barsten von der Hitze Fensterscheiben in der Hauptstadt des südafrikanischen Landes, Gebäude schwankten in der Wucht starker Explosionen. Unter der Bevölkerung brach Panik aus. Präsident Guebuza rief ein einer Fernsehansprache zur Ruhe auf und sagte ein Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten Mbeki am Freitag ab.

„Mein Haus wurde zerstört“, sagte Cheiza Langa, eine Bewohnerin Maputos. „Eine Mörsergranate ist durch das Fenster geflogen und innen explodiert.“ Über der Stadt lag eine dicke Rauchschicht.

Die Polizei riegelte das nationale Waffendepot in der Nähe des Flughafens ab und Rettungswagen eilten herbei. In dem Depot fünf Kilometer vom Flughafen entfernt waren alte Waffen und Munition aus dem langen Bürgerkrieg in dem südafrikanischen Land gelagert. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt.

In dem Waffenlager wurden ungefähr 20 Tonnen Munition und Sprengstoff aufbewahrt. Das Verteidigungsministerium machte das heiße Wetter für die Explosion verantwortlich. Im südlichen Teil Mosambiks, in dem Maputo liegt, herrschen zur Zeit Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius. Im Jänner hatte es in dem Waffendepot schon einmal gebrannt.

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