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Mord-Motiv: Schlampige Haushaltsführung

Unfassbare Skrupellosigkeit: Nach Angaben des Leiters des Kriminalkommissariats Süd, war das Motiv für die Bluttat die angeblich schlampige Haushaltsführung des Opfers.

Bei der Toten handelt es sich um die 25-jährige Bettina S., die mit ihrem mutmaßlichen Mörder, dem 20-jährigen HTL-Schüler Raffael P. in ihrer Wohnung in der Grasbergergasse 4 in Wien-Landstraße schon länger zusammenlebte, erklärte Hofrat Max Edelbacher, Leiter des Kriminalkommissariats Süd, gegenüber der APA.

Wie der Verdächtige bei seiner ersten Einvernahme angab, kam es am 19. Dezember zwischen 3.00 und 4.00 Uhr zu einem Streit, bei dem er seiner Lebensgefährtin mangelnde Haushaltsführung vorwarf. Die Auseinandersetzung in der Wohnung des Opfers eskalierte, der 20-Jährige erwürgte seine Freundin. Danach fuhr er mit der Leiche in seinem Auto in die Wohnung seiner Eltern in Favoriten.

Dort zerstückelte er den Körper der Toten in der Badewanne und packte die Teile in sieben Säcke. Seine Eltern waren zu jenem Zeitpunkt nicht anwesend. Die Leichenteile verstaute er im Kofferraum des Autos seines Vaters. Den Pkw stellte er dann auf dem Parkplatz des Kaiser-Franz-Josef-Spitals ab.

Am darauf folgenden Tag erstattete Raffael P. gemeinsam mit der Mutter der Ermordeten Abgängigkeitsanzeige beim Kommissariat Zentrum-Ost. Erst Sonntag früh dürfte ihn das schlechte Gewissen geplagt haben – der Verdächtige offenbarte sich seinen Eltern, die mit ihm unmittelbar darauf zum Kriminalkommissariat Süd fuhren, wo er ein Geständnis ablegte.

Laut Edelbacher dürften bei der Bluttat weder Alkohol noch Drogen im Spiel gewesen sein. Raffael P. stammt nach den Angaben aus geordneten Verhältnissen, sein Vater ist Beamter. Bettina S. hinterlässt einen sechsjährigen Sohn.

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