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Mord-Ermittlungen gegen 15-Jährigen in Deutschland

Hausbewohner haben am späten Mittwochnachmittag in Bad Buchau eine schreckliche Entdeckung gemacht. Sie fanden eine 26-jährige Frau tot auf. Ein 15-Jähriger aus der Nachbarschaft hat die Tat gestanden.

Nach der Bluttat im deutschen Bad Buchau (Kreis Biberach) ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren wegen Mordes. Nach Auskunft eines Sprechers der Staatsanwaltschaft in Ravensburg vom Freitag habe der 15-jährige Tatverdächtige gestanden, seine 26 Jahre alte Nachbarin am Mittwoch getötet zu haben um seinen Einbruch zu verschleiern. Das ist nach Aussage des Sprechers eine Verdeckungsabsicht und damit eine vorsätzliche Tötung mit einem Mordmerkmal. Der 16-Jährige, gegen den ebenfalls ermittelt wird, soll ihm geholfen haben die Leiche zu verstecken. Auch bei der eigentlichen Tat soll er anwesend gewesen sein und den 15-Jährigen zumindest nicht davon abgehalten haben, die Frau zu töten.

Die Tat war der Polizei am Mittwochnachmittag kurz nach 16 Uhr gemeldet worden. Der 45-jährige Ehemann hatte seine Frau nach der Rückkehr von der Arbeit nicht wie gewohnt in der gemeinsamen Mehrfamilienhauswohnung an der Hauptstraße in Bad Buchau angetroffen. Beim Nachschauen in dem von vier Partien bewohnten Gebäude entdeckte er die Frau in einem Kellerraum. Sie lag regungslos am Boden. Wiederbelegungsversuche durch den Ehemann blieben erfolglos und ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Schutz- und Kriminalpolizei übernahmen die Ermittlungen und Befragungen. Dabei ergaben sich bereits im Laufe des Mittwochabends erste Anhaltspunkte zum näheren Tathergang sowie zu möglichen Beteiligten. Ein Gerichtsmediziner sah sich den Tatort und das Opfer vor Ort an. Bei einer noch in der Nacht durchgeführte Obduktion ergab sich, dass die Frau an massiven Schlägen auf den Kopf und letztlich durch ein Schädelhirntrauma gestorben ist.

Durch Befragungen von Hausmitbewohnern, Nachbarn und anderen möglichen Zeugen kam die Polizei im Laufe des Abends auf einen 15-jährigen Schüler, der sich am Tattag im und am Tatortgebäude verdächtig gemacht hatte. Schließlich räumte der in der Nachbarschaft wohnende Hauptschüler ein, am frühen Nachmittag des Tattages in die Wohnung der 26-Jährigen eingebrochen zu haben. Er wollte nach Beute Ausschau halten. Dabei wurde er von dem späteren Opfer überrascht und trotz seiner Maskierung auch erkannt.

Vermutlich um den Einbruch zu verdecken, überwältigte er die Frau, fesselte sie und brachte ihr letztlich die tödlichen Schläge bei. Der Jugendliche hat die Tat inzwischen gestanden.

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