Mord an Doppelstaatsbürger angeblich geklärt

Der Mord am 22-jährigen österreichisch-brasilianischen Doppelstaatsbürger, der am Neujahrstag in der südbrasilianischen Stadt Florianopolis getötet wurde, ist angeblich geklärt. Laut der Tageszeitung "Österreich" handelt es sich beim mutmaßlichen Todesschützen um einen gewissen Dentinho (18), beim Motiv könnte Eifersucht eine Rolle gespielt haben.

Der Pressesprecher des Außenministeriums, Harald Stranzl, konnte auf APA-Anfrage die Angaben im Artikel vorerst nicht bestätigen. “Ich habe keine neuen Informationen”, sagte Stranzl.Der 22-Jährige stammte aus Brasilien und hatte seit drei Jahren in Feldkirch in Vorarlberg gelebt und in Liechtenstein gearbeitet. Mitte Dezember reiste er in seine Heimat, um seine Eltern und seine Schwester zu besuchen. Am Neujahrsmorgen gegen 4.00 Uhr wurde er auf offener Straße aus einem fahrenden Auto erschossen.

“Österreich” bezieht sich in seinem Artikel auf den brasilianischen Chef-Ermittler Enio de Oliveira Matos. Dessen Angaben zufolge bestehe ein Verdacht gegen einen gewissen Dentinho. Zunächst habe sich ein 17-Jähriger gestellt und angegeben, geschossen zu haben. Die Polizei glaube allerdings, dass der 17-Jährige nur seinen älteren Bruder schützen wolle. Beim Motiv lasse die Polizei “Eifersucht durchklingen”, so “Österreich”. Der 22-jährige getötete Doppelstaatsbürger habe Dentinhos Freundin möglicherweise etwas zu auffällig begrüßt und umarmt.

Außenministeriumssprecher Stranzl konnte diese Darstellung vorerst nicht bestätigen. Er gehe davon aus, dass die Ermittlungen noch am Laufen seien und “wir nach Abschluss der Erhebungen in Kenntnis gesetzt werden”.Unmittelbar nach dem Mord an dem 22-Jährigen hatten brasilianische Medien über einen Bandenkrieg im Drogenmilieu spekuliert. Die in Brasilien lebenden Eltern des 22-jährigen Mordopfers versicherten örtlichen Medien zufolge, ihr Sohn sei nicht in Drogendelikte verwickelt gewesen.

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