Moore schrieb Brief an Bush

Der US-Dokumentarfilmer Michael Moore hat US-Präsident George W. Bush mit beißendem Sarkasmus für die schleppend anlaufende Rettung der Opfer von Hurrikan „Katrina“ verantwortlich gemacht.

Vielen der Not leidenden Menschen in den überschwemmten Gebieten im Süden des Landes bleibe schnelle Hilfe verwehrt, weil sich Einsatzgerät und Soldaten der Armee im Irak befänden, schrieb Moore in einem am Samstag auf seiner Internetseite veröffentlichten offenen Brief an den US-Präsidenten.

„Lieber Herr Bush, haben Sie vielleicht eine Idee, wo unsere ganzen Helikopter sind?“ fragte Moore in seinem Schreiben. „Brauchen Sie Hilfe, um sie wiederzufinden? Auf einem Parkplatz habe ich einmal vergessen, wo ich mein Auto abgestellt habe; ich weiß, dass das nicht spaßig ist.“

„Und wissen Sie vielleicht, wo unsere Nationalgardisten sind?“, schrieb Moore in seinem Offenen Brief weiter. „In dieser Art nationaler Katastrophe, für die sie ausgebildet sind, könnten sie uns wirklich nützlich sein.“ Zahlreiche Soldaten der US-Nationalgarde sind derzeit im Irak stationiert.

Weiter riet Moore dem US-Präsidenten, Kritik an seiner Person zu ignorieren, weil er die Mittel für den Unterhalt der Deiche rund um New Orleans gekürzt habe. Schließlich sei dies ja dem „Aufbau der Demokratie“ im Irak zugute gekommen. Das beste sei, wenn sich Bush vorstelle, die Leute im Katastrophengebiet im Süden der USA wohnten nahe der irakischen Stadt Tikrit, schrieb Moore.

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