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Monza erlebte nicht nur Triumphe

Vorletztes Formel-1-Europarennen in dieser Saison: Im Autodromo Nazionale di Monza in Italien kämpfen Alonso und Räikkönen am Sonntag um den WM-Titel. Doch der Königliche Park von Monza erlebte nicht nur Triumphe.

Für viele Experten ist es die Verkörperung der perfekten Formel-1-Runde, für die Italiener “La Pista Magica”, also die “Magische Strecke” – der Königliche Park von Monza ist seit seiner Errichtung im Jahr 1922 eine der schillerndsten Strecken des Motorsports. Allerdings ist nicht nur die Liste der großen Sieger und spannenden Rennen lang, sondern auch die der Tragödien.

1961 kam auf dem Hochgeschwindigkeitskurs Wolfgang Graf Berghe von Trips ums Leben, der Adelige riss bei seinem Unfall in der legendären, lang gezogenen Rechtskurve “Parabolica” 15 Zuschauer mit in den Tod. Der Crash des ersten deutschen Ferrari-Werkspiloten, der punkto Bekanntheit und Erfolg als Vorgänger von Michael Schumacher gilt, löste Trauer und Bestürzung aus.

Neun Jahre später starb am 5. September 1970 auch Österreichs erste Formel-1-Legende Jochen Rindt in Monza, ebenfalls in der “Parabolica”. Der 1942 in Mainz geborene Rindt, der nach dem Tod seiner Eltern bei den Großeltern in Graz aufwuchs, krachte im Abschlusstraining fatal gegen die Leitschiene. Rindt hatte zuvor in der WM-Saison fünf Rennen gewonnen und wurde posthum erster rot-weiß-roter F1-Weltmeister. 1978 starb der Schwede Ronnie Peterson nach einem Crash auf jener Strecke, auf der er zuvor 1973, 1974 und 1976 triumphiert hatte. Der letzte tödliche Zwischenfall ereignete sich im Jahr 2000. Nach dem Start des Rennens kam es in der zweiten Schikane zu einem Massencrash, Strecken-Feuerwehrmann Paolo Ginslinberti wurde von einem Rad getroffen und starb im Krankenhaus an seinen schweren Kopf- und Brustverletzungen. Die Bilder des weinenden Siegers Michael Schumacher gingen um die Welt.

Das Rennen gilt als jenes mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit im WM-Kalender, daran konnte auch der Einbau der Schikanen in den 70er-Jahren nichts ändern. Im Vorjahr betrug der Schnitt beim Sieg von Rubens Barrichello 244,374 km/h. Die bis dato letzte “Heimniederlage” Ferraris gab es im Jahr 2001, als Juan Pablo Montoya im Williams-BMW siegte. Seitdem triumphierten Barrichello (2002,2004) und Schumacher (2003).

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