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Martina Rüscher: Frauenquote - für Staat und staatsnahe Betriebe

Martina Rüscher wünscht sich eine Frauenquote, aber nur für den Staat.
Martina Rüscher wünscht sich eine Frauenquote, aber nur für den Staat. ©VOL.AT/Pletsch
Eine Frauenquote für staatsnahe Betriebe, mehr Frauen in der Politik und vor allem selbstbewusstere Frauen in Lohnverhandlungen, das sind die Rezepte von Martina Rüscher am Equal Pay Day.

Bis heute arbeiteten Österreichs Frauen für lau, das ist die Aussage des Equal Pay Days. Die Gründe dafür seien vielseitig, angefangen von einer hohen Teilzeitquote bis zu einer geringen Gehaltstransparenz. Frauen würden sich oft nicht trauen, das zu verlangen was sie wert sind, ist die Landtagsvizepräsidentin überzeugt.

Frauen verkaufen sich oft unter Wert

Denn der Grundsatz “günstig ist gut” gilt beim Beruf gerade oft nicht. Denn mit den Gehaltforderungen verbinde man auch Qualitätsansprüche. Nur wer was kann, verlange auch viel und umgekehrt. Hier sei es notwendig, dass die in Aussicht stehenden Gehälter als Maßstab klar kommuniziert werden, damit Frauen sich nicht unter Wert verkaufen.

Österreich mit Nachholbedarf

Denn bei der finanziellen Gleichstellung liegt Österreich mit 84,1 Prozent der Einkommen der Männer auf den hinteren Plätzen in Europa.

4 Jahre Pensionsanspruch pro Kind

Eine Maßnahme, um zumindest der Altersarmut von Müttern entgegenzuwirken, ist bereits seit Jahren in Kraft. Für die Kindeserziehung werden dem Elternteil, meist der Mutter, vier Jahre angerechnet. Falls nun jedoch nach beispielsweise zwei Jahren das nächste Kind auf die Welt kommt, beginnen die vier Jahre von vorne, gesamt also sechs Jahre. Rüscher fordert nun, dass es bei fix vier Jahren pro Kind bleibe, im besagten Beispiel also acht Jahre.

Weitere Themen sind dabei natürlich die noch ausbaufähige Kinderbetreuung während den Arbeitszeiten wie auch die noch vergleichsweise junge Männerkarenz.

Frauen oft besser ausgebildet als Männer

Denn trotz allem, Frauen sind in erster Linie immer noch reine Zuverdiener in den Familien. Dabei habe man inzwischen mehr Frauen als Männer mit höheren Bildungsabschlüssen. Dies müsse sich auch in der Wirtschaft niederschlagen können.

Frauenquote für Rüscher durchaus Thema

Hier könne sich Rüscher durchaus die Durchsetzung einer Frauenquote vorstellen – jedoch nur für Behörden und staatsnahe Betriebe. Man habe nicht die 100 Jahre Zeit die es brauche, damit es sich ohne Quote ändere.

Mehr Frauen in die Politik

Sie selbst würde sich auch mehr Frauen in der Politik wünschen. Viel zu oft würden Frauen zögern, statt diesbezüglich Chancen zu ergreifen. Dies würde auch schon einen großen Unterschied machen.

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