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Monaco erhält Konkurrenz

Auch abseits der Rennstrecke hat sich im Formel-1-Zirkus in den vergangenen Tagen eine Menge getan. Zampano Bernie Ecclestone hat mit Valencia und Singapur zwei Stadtrennen in den WM-Kalender aufgenommen.

Beide Veranstaltungen werden bereits 2008 debütieren. Wie viele Rennen es kommende Saison geben wird, ist laut Ecclestone aber noch offen, auf lange Sicht sind “maximal 20” angestrebt. 2005 waren es 19 und 2006 dann 18 Rennen, während heuer lediglich 17 auf dem Programm stehen. 2009 wird Abu Dhabi hinzukommen, wo ebenfalls ein Stadtkurs mit Hafen-Rundfahrt wartet.

“Wir müssen schauen, dass wir den Konsumenten nicht überstrapazieren”, glaubt McLaren-Teamchef Ron Dennis, dass weniger mehr sein könnte. Schauen muss man wohl auch erst, ob die Piloten der Inflation an Stadtrennen wirklich viel Positives abgewinnen können. Vor allem auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen. “Die Formel 1 hat in den vergangenen Jahren versucht, die Sicherheit zu verbessern und die Autos langsamer zu machen. Irgendwie ist es schwer zu verstehen, was die Formel-1-Bosse wollen”, gab Weltmeister Fernando Alonso zu Protokoll. Und Ralf Schumacher, der Sprecher der Fahrervereinigung GPDA, meinte besorgt: “Da schlagen zwei Herzen in der Brust. Die Atmosphäre ist unschlagbar, aber Stadtkurse können nie so sicher sein wie eine richtige Rennstrecke. Es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas passiert und je mehr Stadtrennen es gibt, umso größer ist das Risiko.” Hinzu kommt, dass in Singapur sogar ein Nachtrennen geplant ist.

Delhi gilt als weiterer Anwärter für einen Stadt-Grand-Prix. Die Konkurrenz für den Klassiker in Monaco – das bis dato einzige echte Stadtrennen findet als nächstes WM-Event am 27. Mai statt – wächst also ordentlich. Die Liste der weiteren Bewerber reicht von Mexiko bis Südafrika, von Griechenland bis Südkorea. Und Österreich? Ein Comeback des rot-weiß-roten Grand Prix, zuletzt ausgetragen am 18. Mai 2003 in Spielberg, scheint derzeit in weiter Ferne zu liegen.

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