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Möglicherweise 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Zwei Tage nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste werden im Mittelmeer nach Angaben von Überlebenden noch bis zu 400 Menschen vermisst. Die Überlebenden der Tragödie waren am Dienstag in Italien an Land gebracht worden und wurden von Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der Nichtregierungsorganisation Save the Children befragt.

Die italienische Küstenwache hatte bekannt gegeben, nach dem Untergang des Bootes 144 Menschen gerettet und neun Leichen geborgen zu haben. Die Flüchtlinge trafen am Dienstag in Reggio Calabria im äußerten Süden Italiens ein, berichteten die IOM und Save the Children.

Viele Jugendliche unter den Opfern

“Nach ihren Aussagen sind bei einem Schiffsunglück etwa 400 Menschen ertrunken, 24 Stunden, nachdem das Schiff an der libyschen Küste aufgebrochen war”, hieß es in einer Erklärung von Save the Children. Unter den Opfern seien viele Jugendliche. Auch die IOM berichtete von Zeugenaussagen, wonach sich bis zu 550 Menschen auf dem Boot befunden haben, als es umgekippt sei.

Alle Passagiere auf einer Seite: Schiff kippte

“Wir ermitteln noch, wie es zu dem Untergang kommen konnte”, sagte der IOM-Sprecher für Italien, Flavio Di Giacomo. Das Schiff sei womöglich gekentert, als sich die Passagiere gleichzeitig auf eine Seite bewegten, als sie die nahende Küstenwache bemerkten.

(APA)

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