Mitarbeiter gesucht - aber woher nehmen?

Dornbirn - Österreich, auch Vorarlberg ist einer Vollbeschäftigung so nah wie schon lange nicht. Dennoch kommt hierbei ein Problem auf.

Weil jene Mitarbeiter, die noch auf Arbeitssuche sind, nicht die heftig nachgefragten Qualifikationen mitbringen, und jene, die man dringend bräuchte, nicht zu finden sind, sind nicht nut Wirtschaftswachstum, sondern auch die Attraktivität des Standortes und seine Innovationsfähigkeit in Gefahr.

Darauf wiesen heute bei einem Gespräch im Panoramahaus Dornbirn die Personalchefs von Haberkorn-Ulmer und dem Kranbauer Künz, Ing. Christoph Winder und Mag. Gerold Kaufmann, sowie AMS-Landeschef Anton Strini und der Geschäftsführer des Personaldienstleisters Manpower GmbH, Erich Pichorner, hin. Kaufmann führte aus, dass Künz vor allem Maschinenbau-Konstrukteure mit HTL-Abschluss sowie gute Schlosser, CNC-Techniker und Maschinentechniker „wie die Stecknadel im Heuhaufen“ suche. Mit verstärkter eigener Lehrausbildung und Rekrutierungen am deutschen Markt versucht man die ärgsten Lücken auszufüllen – die Arbeitsmarktöffnung für Arbeitskräfte aus den EU-Ostländern komme aber viel zu spät. Christoph Winder führte aus, dass es vor allem extrem schwierig sei, „HTL-Absolventen, die gern verkaufen, und HAK-Absolventen, die eine Technikbegeisterung mitbringen“, für das Unternehmen zu gewinnen. Auch gute Logistik-Mitarbeiter seien am Arbeitsmarkt so gut wie nicht zu kriegen. Auch Haberkorn-Ulmer forciert vor diesem Hintergrund die Lehrausbildung („wir wollen der Blum im kaufmännischen Bereich werden“) und hilft sich zudem mit so genannten Integrations-Leasingkräften, beispielsweise überlassen von Manpower. Anton Strini wies darauf hin, dass 49 Prozent der Vorarlberger Arbeitslosen nur Pflichtschulabschluss, 34 Prozent lediglich einen Lehrabschluss vorweisen können. „Je höher die Qualifikation, umso niedriger die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit – im höchst qualifizierten Segment konkret nur drei Prozent“, wusste der Landes-AMS-Chef zu berichten.

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