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Mit Zug und Rad auf neuem Terrain

Lorüns -  Am Eingang ins Montafon im Gemeindegebiet Lorüns wird derzeit mit Hochdruck an zwei Baustellen gearbeitet, die in Ausführung und Auswirkung gleichsam eine bedeutsame Vorleistung für das Schlüsselprojekt der Zukunft, die geplante Umfahrung Lorüns, darstellen.
Grafik: Großbaustellen im Gleichklang

Umfeldprojekte

Während dieses 40 Millionen Euro teure Straßen-/Tunnel-Vorhaben nach jahrzehntelanger Umkreisung heuer endlich die Abzweigung ins konkrete Behördenverfahren finden soll, sind zwei verkehrstechnische Umfeldprojekte im wahrsten Sinne des Wortes auf Schiene und auf gutem Weg – der Neubau der 700 Meter langen Ill-Alfenz-Radwegstrecke und die ein Kilometer lange Begradigung der Montafonerbahntrasse in dem Gebiet. „Wir liegen mit den Bauarbeiten gut im Zeitplan“, bekräftigt Guntram Netzer, Verkehrsbereichleiter der Montafonerbahn AG und Projektverantwortliche für die acht Millionen Euro teure MBS-Neutrassierung.

Anschlussgleise

Durch den begradigten Gleisverlauf soll zum einen eine höhere Fahrgeschwindigkeit ermöglicht und zum anderen eine Abnutzungs- und Lärmminderung erzielt werden. Das Großprojekt konzentriert sich indes nicht nur auf eine neue Streckenführung, sondern auch auf eine verbesserte Erschließung der anliegenden Betriebsgebiete. Hierfür wird etwa ein Bahnanschluss zum Abfallentsorger Böhler und zum Illwerke-Areal gelegt. Die Bauzeitpläne werden ständig aktualisiert und überprüft, gerade auch im Hinblick auf die wichtigen Vorarbeiten für den noch im Sommer vorgesehenen „Brückenschlag“ auf der Strecke.

Guntram Netzer: „Ende August/Anfang September ist der Einbau der zwei neuen Stahlbrücken über die Alfenz und die Ill geplant.“ Für die Bewältigung des ebenso aufwendigen wie schwierigen Unterfangens wird es zu einer mehrtägigen Totalsperre der Montafonerbahnlinie kommen. „In der Zeit wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet“, erläutert der Projektleiter. Den MBS-Baustellenbereich auf neuem Terrain weiträumig umfahren können bis dahin längst die Benützer des Radwegs Montafon. Der neue Ill-Alfenz-Abschnitt mit kreuzungsfreiem Verlauf entlang der Ill soll bis spätestens Ende Juli fertiggestellt sein. Bis dahin hilft ein Radwegprovisorium aus. „Leider hat uns das schlechte Wetter im Mai einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die sich daraus ergebenden Verzögerungen sind schwer aufzuholen“, erklärt Projektleiter Markus Luger von der Fachabteilung Objektmanagement im Landesstraßenbauamt, dass man mit der abschließenden Bauausführung um knapp vier Wochen hinter dem aufgestellten Zeitplan liegt.

Es geht vor allem um die Errichtung der neuen Radwegbrücke aus Betonfachwerk mit einer Spannweite von 32 Metern. Für den Brückenaufbau im Mündungsbereich der Alfenz in den Illfluss ist nun zumindest eine der beiden Widerlager schon gesetzt. Nun ist man mit Nachdruck weiter daran, die Seitenwände zu erstellen. Erschwert werden die Bauarbeiten durch den derzeit hohen Alfenz-Wasserstand.

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