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Mit Wissenschaft zu Medaillen

Wie schon in Nagano und bei der WM in Vail hat der Österreichische Skiverband seine Abteilung für "Forschung und Entwicklung" auch in Salt Lake City darauf angesetzt, für die schnellen Alpin-Bewerbe optimale Voraussetzungen zu schaffen.

Unter Leiter Werner Nachbauer soll für Abfahrt und Super G möglichst nichts dem Zufall überlassen werden. Technisches Equipment mit einem Gewicht von 300 kg wurde dafür in acht Metallkästen in die USA geflogen. Zwei Schwerpunkte betreut Nachbauer mit seinem Team in Snow Basin, wo Herren und Damen ihre Speedbewerbe austragen. Zum einen die Gleitteststrecken, wo die optimalen Ski für den kalten, trockenen Kunstschnee heraus getestet werden sollen. Zum anderen die Video-Analysen auf den Rennstrecken, die vor allem die richtige Linienwahl erleichtern soll.

Bei den Gleittestes bekommen Läufer und Serviceleute neben den Zeiten auch Umwelt-Daten, um nicht nur den schnellsten Ski zu finden, sondern die Ergebnisse auch richtig deuten zu können. “Der Schnee ist hier in Utah nicht so speziell wie in Japan, er ist eher berechenbar. Außerdem hat die Abfahrt hier viele Kurven. Also wird der Ski hier nicht die Bedeutung haben wie noch in Nagano”, erklärte Nachbauer.

Ab dem ersten Trainingslauf werden alle ÖSV-Läufer/innen auch gefilmt. Die digitalen Videos dienen dann dazu, auf einem geteilten TV-Bildschirm im so genannten Head-to-Head-Verfahren Vergleiche zu den jeweils Besten in bestimmten Passagen anstellen zu können. Die Videos werden auch sofort auf DVD gebrannt, damit Läufer und Coaches diese auch auf den privaten PC´s analysieren können.

“Die Rennlinie ist ein ganz wesentlicher Faktor, der vom Läufer selbst ausgeht, weil er alleine entscheidet, wo er den Schwung ansetzt. Ein Meter rechts oder links kann ganz entscheidend sein”, so Nachbauer. “Trainer und Läufer haben so am Video erkannt, dass es oft noch direkter geht als sie dachten.”

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