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Mit Kantersieg ins Halbfinale

Der EHC Lustenau schoss sich mit einem Kantersieg gegen Kapfenberg ins Nationalliga-Halbfinale und trifft am Samstag auf die Bulldogs Dornbirn. Für den EHC Feldkirch 2000 kam gegen Salzburg mit 2:3 das Aus.

Skandalspiel in Lustenau
Zwei Partien lang hatten sich Kapfenberg und der EHC Lustenau packendes Viertelfinal-Eishockey geliefert – im dritten Duell war davon nichts mehr zu sehen. Erst patzte Gäste-Goalie Siedl zweimal (Eiler und Zupancic profitierten) – nach dem 3:0 in der 10. Minute durch Harjula hatte Trainer Herbst genug, brachte seinen zweiten Schlussmann Winter. Mit Kosnjaks 4:0-Überzahltor ging es in die Drittelpause. Und das wars dann schon zum Thema Eishockey: Die Kapfenberger, allen voran die Legionäre Brad Lutsch und Ivan Osko, konzentrierten sich in der Folge nur noch darauf, ihre Gegner zu attackieren. Der EHC reagierte sportlich, Kapitän Zupancic traf nach perfekter Vorarbeit von Tsilichristos und Harjula zweimal bei 5:3-Überlegenheit (26., 27.), die Partie war frühzeitig entschieden. Danach ging es für die Hausherren nur noch darum, das Eis mit möglichst wenig blauen Flecken zu verlassen, denn die Steirer hauten auf alles, was sich bewegte. Die Bilanz nach einigen “Preisverteilungen”, wie es der Hallensprecher nannte: Eine Matchstrafe für Lutsch, vier Spieldauer-Diszis und dreimal zehn Minuten. Ach ja – Endstand 13:2.

EHC Lustenau – Kapfenberger SV: 13:2 (4:0,5:1,4:1)
Rheinhalle, 1.000, SR Jelinek, Altersberger, Rambausek
Torfolge: 1. 1:0 Eiler, 3. 2:0 Zupancic, 10. 3:0 Harjula, 18. 4:0 Kosnjak (5:4-Powerplay), 26. 5:0 Zupancic (5:3), 27. 6:0 Zupancic (5:3), 30. 6:1 Huppmann, 36. 7:1 Tsilichristos (5:4), 37. 8:1 Zupancic, 40. 9:1 Nussbaumer (5:4), 42. 10:1 Nussbaumer (5:4), 43. 11:1 Haberl (5:4), 45. 12:1 Kosnjak (4:4), 56. 12:2 Havasi (4:4), 58. 13:2 Harjula
Strafen: 28 plus zweimal Spieldauer (Giselbrecht, Stefan Grabher-Meier) bzw. 43 plus dreimal 10 (Schober, Dornhofer, Schablas plus viermal Spieldauer (Hofmaier, Osko, Betka, Winter) plus Matchstrafe (Lutsch)
Bisher: 5:2, 5:6 n.P. – Lustenau gewinnt die Serie 2:1

Feldkirch scheitert an Salzburgs Farmteam
Es reichte nicht für den EHC Feldkirch 2000 – das Salzburger Farmteam setzte sich auch mit dem letzten Aufgebot in der Vorarlberghalle 3:2 durch. Das Spiel lief diesmal aber auch von Beginn an gegen die Hausherren: Moser nützte nach einem Abwehrfehler die erste Chance zur Führung (4.), Wechselberger sorgte drei Sekunden vor der ersten Drittelpause mit einem Unterzahltor für das 0:2. Feldkirch kam zurück, hatte durch Polomsky (21.) und Kinney (24.) Möglichkeiten, ließ sogar eine einminütige 5:3-Überzahl ungenützt – bei Salzburg-Goalie Siedl war jeweils Endstadion, dazu waren die Gäste über Breaks stets gefährlich. Im Schlussabschnitt gab der EHC 2000 noch einmal alles: Polomsky glückte in der 41. der Anschlusstreffer, Rossi traf zum vielumjubelten Ausgleich (53.). Dann waren aber wieder die Gäste dran: Erst scheiterte Moser (56.), Winzig traf eine Minute später zur Entscheidung. Die Dorn-Truppe stürmte am Ende ohne Tormann, die Gäste retteten sich mit zwei Linien über die Zeit. Dorn, selbst als Verteidiger im Einsatz, war natürlich enttäuscht: “Das war ein saublöder Konter zum entscheidenden 2:3, dazu hat ihr Tormann Siedl wirklich super gespielt. Aber in Summe sehe ich die Saison sehr positiv: Wir haben viele Junge eingesetzt und viel erreicht!”

EHC Feldkirch 2000 – EC Salzburg II: 2:3 (0:2,0:0,2:1)
Vorarlberghalle, 1.300, SR Veit, Maier, Rainer
Torfolge: 4. 0:1 Moser, 20. 0:2 Wechselberger (4:5-Unterzahl), 41. 1:2 Polomsky, 53. 2:2 Rossi, 57. 2:3 Winzig
Strafen: 12 bzw. 18
Bisher: 1:4, 5:2 – Feldkirch verliert die Serie 1:2

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