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Mit feinem Gespür für die Erinnerung

Silbertal/VN - Umgang mit der NS-Zeit: Silbertal eröffnet neuen Gedenkplatz.

In der Gemeinde Silbertal geht man mit der Erinnerung an die Vergangenheit gleichsam auf einem neuen Weg in die Zukunft. Wenn diesen Samstag, 17 Uhr, der neu gestaltete Gedenkplatz im Ort feierlich eröffnet wird, ist das gleichzeitig auch der Abschluss eines dreijährigen Entwicklungsprozesses. Unter intensiver Bürgerbeteiligung erfolgte durch die eigens gegründeten Geschichtswerkstatt in Kooperation mit dem Heimatschutzverein Montafon die Aufarbeitung und Einordnung der NS-Vergangenenheit in Silbertal im speziellen Hinblick auf die Causa Josef Vallaster – dem identifizierten SS-Verbrecher, der sich in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz und im Vernichtungslager Sobibor in Polen an der Ermordung Tausender Menschen schuldig gemacht hat.

Der neue Gedenkplatz, der an der Stelle des vormaligen Kriegerdenkmals geschaffen wurde, ist der Ausdruck eines feinen Gespürs für vorbehaltloses und gewissenhaftes Erinnern. Auf im Boden eingelassenen Sandsteinplatten sind per Namenslisten all jene Menschen angegeben, die als Soldaten in den beiden Weltkriegen ihr Leben lassen mussten und überdies auch die zivilen Todesopfer des NS-Terrors, deren Schicksal mit Silbertal und dem Montafon verknüpft ist. Dazu erfolgt auch eine Klarstellung der Rolle des NS-Täters Josef Vallaster.

Ehrliches Gedenken

„Der Platz in Silbertal zeigt neue Wege auf, wie auch zwei Generationen nach Krieg und Nationalsozialismus ein ehrliches und würdiges Gedenken möglich sein sollte“, bekräftigt Projektbegleiter Bruno Winkler und ergänzt: „Der Platz soll die Bodenhaftung des örtlichen Erinnerns signalisieren und Akzente ohne jegliches Pathos setzen.“

Der Historiker und Moderator der Geschichtswerkstatt sieht ein wichtiges Ergebnis des Entwicklungsprozesses auch darin, dass die Aufarbeitung der Dorfgeschichte in der NS-Zeit über die Hauptintention hinaus Erkenntnisse gebracht hat, die weiter in die Zukunft wirken. „Es gibt ein Interesse, sich mit gesellschaftlich relevaten Themen wie Toleranz und Zivilcourage intensiv zu beschäftigen.“

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