"Mit Fasching hatte ich früher nichts am Hut"

Heute erlebt der berühmte Gildenball seine 40. Auflage. Seit September laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bei Elmar Zimmermann, seines Zeichens Hofschatzmeister der Faschingsgesellschaft Bregenz, laufen alle Fäden der Organisation des Jubiläumsballs zusammen.

„Aufgrund der Abwesenheit des Präsidenten Alexander Pehr wurde ich mit der Organisation bzw. Koordination betraut”, so Zimmermann. Obwohl er seit Jahren im Verein tätig ist, stellte ihn die Aufgabe vor eine große Herausforderung. So gab es unzählige Sachen zu organisieren und zu koordinieren. Musik, Catering, Motto und Katerfrühstück – um nur einige der organisatorischen Schwerpunkte zu nennen. Das alles meistert er mit einer Ruhe und Gelassenheit, obwohl es überhaupt nicht seine Art ist, im Vordergrund zu stehen, weshalb ihn seine Kollegen auch die „graue Eminenz” nennen. Wer Elmar Zimmermann in seiner Funktion sieht, glaubt kaum, dass er früher überhaupt nichts mit Fasching am Hut hatte. „In den 80er-Jahren bat mich mein Cousin, der damals Präsident der Faschingsgesellschaft war, mich am Gildenball zu den Ehrengästen zu sitzen, damit diese einen Gesprächspartner haben. Ich war dann oft beim Gildenball dabei und 1993 übernahm ich das Amt des Hofschatzmeisters”, erinnert sich Elmar Zimmermann, als wäre es gestern gewesen.

Erwartungsdruck groß

Doch mittlerweile hat er viel Freude an seiner Tätigkeit im Verein. Auch wenn er sich doch manchmal wünscht, es gäbe mehrere Schultern, auf die die Arbeit aufgeteilt werden könnten. Denn es sei jedes Jahr eine neue Herausforderung und beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, den noch besseren Gildenball zu organisieren. „Wir haben bereits einen hohen Grad der Perfektion erreicht – der Erwartungsdruck ist groß”, weiß Zimmermann. Zwar ist der Gildenball der Höhepunkt der fünften Jahreszeit, doch auch die Umzüge spielen eine wichtige Rolle im Jahreskalender der Faschingszunft. „Man kann sich nicht vorstellen, wie sich Kinder und auch Erwachsene über ein paar Süßigkeiten freuen, die wir bei den zahlreichen Umzügen verteilen. Das Strahlen in den Augen ist unbeschreiblich”, schwärmt Zimmermann. Wenn er nicht gerade in Sachen Fasching unterwegs ist, widmet sich der 66-Jährige den kulinarischen Genüssen, die das Ländle zu bieten hat. Zum einen liebt er es, in seinem großen Gemüse- und Beerengarten zu arbeiten, zum anderen sucht er beim Forellen-Fischen einen Ausgleich zum Trubel in der Faschingszeit.

 

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