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Mit 53 in die Selbstständigkeit

Monika Rein ist Mutter von zwei Kindern, Ehegattin und seit kurzem Unternehmerin. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte sie in einem Alter, in dem andere an die Pension denken.

Und zwar mit 53 Jahren. „Sollte alles gut gehen, möchte ich noch viele Jahre meinen Beruf ausüben“, kann sich die agile Neo-Geschäftsfrau einen baldigen Eintritt in den Ruhestand noch lange nicht vorstellen. Kein Wunder, denn Monika Rein liebt den Kontakt mit vielen Menschen. Daran mangelt es in ihrem Job nicht: Sie ist seit wenigen Tagen die neue Chefin von Josefs Lädele in Mühlebach, einem der allerletzten Tante-Emma-Läden in weitem Umkreis.

Auf die Frage, warum sie sich in das Abenteuer stürzt, gibt es eine klare Antwort: „Nachdem mein langjähriger Chef Josef Thurnher in Pension gegangen ist, drohte die Schließung. Und das wäre für die Kundschaft, die uns schon lange die Treue hält, ein großes Problem gewesen. Außerdem ist der Ortskern tot, wenn es keinen Laden mehr gibt.“ Also hat sie die Chance der Geschäftsübernahme genutzt und nach acht Jahren als Verkäuferin im Laden am Mühlebacher Dorfplatz selbst das Zepter in die Hand genommen.

Dass es schwer sein wird, im Zeitalter der Großmärkte ein Mini-Geschäft halbwegs profitabel führen zu können, ist ihr wohl bewusst: „Es hängt alles davon ab, ob mir die Kundschaft die Treue hält.“ Damit ist zu rechnen. Denn Monika Rein kennt jede Kundin und jeden Kunden beim Namen. Diese wiederum schätzen nicht nur ihre Liebenswürdigkeit. Manche schütten bei ihr das Herz aus, und von vielen Besuchern des Ladens kennt sie die Krankengeschichte besser als deren Angehörige. Außerdem steht ihr der ehemalige Chef mit Rat und Tat zur Seite, vor allem wenn es um die Erledigung des Bürokrams geht, mit dem sie bisher nichts am Hut hatte.

Hoffnung für die Zukunft gibt ihr die Tatsache, dass auch junge Familien mit Kindern bei ihr regelmäßig die Einkäufe tätigen. Kinder sind bei der gelernten Kindergärtnerin ganz besonders willkommen: „Mein Wunschtraum war es einmal, einen Laden nur für Kinder zu führen.“

In ihrem Tante-Emma-Laden gibt es – fast – alles zu kaufen, vom Wecken Brot über die Zahnbürste bis zum Schulheft. “ Der einzige Unterschied zu den Großen ist, dass die Auswahl kleiner ist. Bei mir gibt es nicht 60 oder 70 Käsesorten, sondern zwei oder drei.“ Dafür kann sie nicht nur bei der Stammkundschaft mit selbst geräuchertem Speck und den legendären Blut- und Leberwürsten punkten, die es von Oktober bis März gibt.

ZUR PERSON

  • Beruf: Geschäftsfrau
  • Erlernter Beruf: Kindergärtnerin
  • Geboren: 1953
  • Familie: verheiratet, zwei erwachsene Söhne
  • Hobby: Bastelarbeiten
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