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Missstände in der Akut-Psychiatrie unhaltbar

"Auf die anonymen Anschuldigungen hat der KAV umgehend reagiert und sofort alle nötigen Maßnahmen zur Überprüfung der Behauptungen eingeleitet".

„Auf die anonymen Anschuldigungen eines Pflegers oder einer Pflegerin, die dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) am Donnerstag von der Wiener Zeitung nahe gebracht wurden, hat der KAV umgehend reagiert und sofort alle nötigen Maßnahmen zur Überprüfung der Behauptungen eingeleitet“, stellte Dr.in Susanne Drapalik, Leiterin der Stabsstelle für besondere administrative Angelegenheiten und Sofortmaßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund am Samstag gegenüber der Rathauskorrespondenz klar.

Noch am Donnerstag hat die Stabsstelle für besondere administrative Angelegenheiten und Sofortmaßnahmen sowie die Kollegiale Führung des Otto-Wagner-Spitals umgehend eine Begehung aller in Frage kommenden Stationen eingeleitet. Bei der Begehung konnte keiner der vorgebrachten Vorwürfe bestätigt werden. Zudem wurde die Interne Revision des KAV noch am selben Tag mit einer tiefer gehenden Überprüfung beauftragt.

Wie Tiere gehalten”

Den Vorwürfen, die eine Pflegerin des Spitals im Gespräch mit der “Wiener Zeitung” äußert, fehlt es nicht an Dramatik. Sie spricht von “unmenschlichen Zuständen”, es komme ihr vor, als würden die Patienten der Psychiatrie “wie Tiere gehalten”.

Immer öfter würden Menschen an Händen und Füßen mit Gurten an den Betten fixiert oder in sogenannten Netzbetten eingesperrt. Solche Methoden gelten im Allgemeinen als Relikte einer Zeit, in der man psychisch Kranke ruhigstellen und von der Gesellschaft fernhalten wollte, anstatt sie zu pflegen oder zu heilen.

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