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"Mir war nicht bewusst, wie viele Familien straucheln"

Patricia Zupan-Eugster war zu Gast in "Vorarlberg live".
Patricia Zupan-Eugster war zu Gast in "Vorarlberg live". ©Screenshot
Unternehmerin Patricia Zupan-Eugster sprach in "Vorarlberg live" über Karriere und Kinderbetreuung.

Seit fast einem Jahr hat das Coronavirus die Welt fest in der Hand. Kinder, die täglich die Schule besuchten, mussten von einem Tag auf den anderen zu Hause betreut werden - auch das Büro der Eltern wurde oftmals in die eigenen vier Wände verlegt. "Homeoffice und Homeschooling mit zwei nicht-schulpflichtigen Kindern unter einen Hut bringen, schafft niemand alleine", so Unternehmerin Patricia Zupan-Eugster, die selbst drei Kinder hat und w3marketing leitet.

Sie habe sich mit ihrem Mann abgesprochen, die Kinderbetreuung komplett neu aufgeteilt. Wer Hilfe braucht, soll sich diese aber auch holen, betont die Unternehmerin, die auch Obfrau vom VLBG Familienverband ist.

Blaue Flecken nicht zu erklären

Gerade die Arbeit im Familienverband habe viele neue Einblicke verschafft. Die Menschen würden nichts außerhalb der eigenen "Bubble" sehen, bei vielen Familien sehe die Situation aber ganz anders aus. Im vergangenen Jahr sei es zu einem Anstieg bei Fällen von Gewalt in der Familie gekommen. "Eltern konnten die blauen Flecken der Kinder plötzlich nicht mehr erklären."

Die Erkenntnisse aus der Krise könne man aber nun für neue Ideen und Chancen nutzen. Hier müssen aber Politik, Wirtschaft und die Familien zusammenarbeiten und alte Modelle überdenken, so Zupan-Eugster. Es sei ganz egal, ob beide Elternteile wieder arbeiten möchten oder die Betreuung komplett zu Hause stattfindet - wichtig sei vor allem, dass ein Situation geschaffen werde, in der es eine Wahlmöglichkeit überhaupt gibt.

Neben Patricia Zupan-Eugster waren auch Ulrike Furtenbach (Leiterin IfS Gewaltschutzstelle) und Alchemilla Susanne Türtscher zu Gast in "Vorarlberg live".

(VOL.AT)

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