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Ministerin vor der Heimkehr

Ganz Vorarlberg fragt sich, wie es politisch mit der Vorarlberger Bildungsministerin Elisabeth Gehrer weitergeht. Offiziell ist keine eindeutige Stellungnahme zu erhalten.

Einfache Nationalratsabgeordnete? Zweite Nationalratspräsidentin? Pensionistin?

Vor der Veröffentlichung der Wahlkartenstimmen nächsten Montag sei ohnehin nichts entschieden, heißt es aus dem Ministerium. Die Ministerin selbst, bitte? Nicht erreichbar. Für keinen Journalisten. Keine Zeit. Derweil wird hinter vorgehaltener Hand von „Aufbruchsstimmung“ im Unterrichtsministerium gesprochen. Wesentlich aufschlussreicher ist da ein Gespräch mit Gehrers Ehemann Fritz (Jahrgang 1935). Die „VN“ erreichten ihn gestern am Handy.

„Ich möchte doch hoffen, dass sie zu mir in die Bregenzer Gallusstraße heimkehrt“, sagt er spontan. Seit 1995 ist Elisabeth Gehrer Ministerin. „Und das ist schon eine sehr lange Zeit. Da beginnt sich das Zugehörigkeitsgefühl immer stärker zu regen“, lässt der Ministergatte durchblicken, dass er nichts dagegen hätte, die Pension gemeinsam mit seiner Liesl zu genießen. „Denn so sehr mir das Ergebnis für die Politikerin Gehrer leid tut, so sehe ich es für uns als Eheleute durchaus positiv. Schließlich gibt es auch ein Leben nach der Politik.“ Seine Gattin habe früher immer von Feuerland gesprochen, verrät er den „VN“. „Vielleicht haben wir ja jetzt die Zeit, dorthin zu reisen.“

Elisabeth Gehrers politische Karriere startete 1980, als sie Bregenzer Stadträtin wurde. Vier Jahre später zog sie in den Landtag ein, 1989 wurde sie dessen Vizepräsidentin. 1990 dann Schullandesrätin. Am 4. Mai 1995 holte Wolfgang Schüssel Elisabeth Gehrer als Unterrichtsministerin in sein Regierungsteam. Seit 2000 ist sie auch für die Wissenschaft politisch verantwortlich.

Elisabeth Gehrer selbst sagte vor der Wahl, sie könnte es sich auch vorstellen, als einfache Abgeordnete weiter in der Politik tätig zu sein. Vor allem die SPÖ hatte bislang ihre Unterrichtspolitik angegriffen – es gilt als unwahrscheinlich, dass sie dem Ministerium weiter vorstehen wird.

Im Internet verrät die Ministerin Persönliches. Gelb sei die Lieblingsfarbe. Das Leibgericht? Vorarlberger Kässpätzle. Lieblingstier? Katze. Ihr Lieblingsbuch sei dagegen Ismail Kadar-s Roman „Doruntinas Heimkehr“.

Ihre eigene Heimkehr nach Vorarlberg steht offenbar kurz bevor.

ZUR PERSON

  • Beruf: Unterrichtsministerin
  • Geboren: 11. Mai 1942
  • Familie: Seit 1964 verheiratet mit Fritz Gehrer, Mutter dreier erwachsener Söhne.
  • Laufbahn: Gymnasium, Lehrerbildungsanstalt, dann Lehrerin im Zillertal und an der VS Lochau, seit 1980 in der Politik, seit 1995 Ministerin.
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