Millionenbetrüger beschäftigt: Integra will externe Prüfung

Millionenbetrüger Michael S. war mehrere Jahre bei der integra Vorarlberg beschäftigt.
Millionenbetrüger Michael S. war mehrere Jahre bei der integra Vorarlberg beschäftigt. ©Hofmeister
Ansuchen an Landesrechnungshof gestellt. Am Montag ist die Causa im Kontrollausschuss.
Geschäftsführer nehmen Stellung
SPÖ fordert Kontrollausschuss
Integra trennt sich von Millionenbetrüger

Von Marlies Mohr/VN

Die von Turbulenzen erschütterte Arbeitsinitiative Integra geht in die Offensive. „Wir stellen uns einer freiwilligen Prüfung durch den Landesrechnungshof“, bestätigte Geschäftsführer Stefan Koch auf VN-Anfrage. Bereits am Freitag wurde ein entsprechendes Ersuchen an das oberste Prüforgan abgeschickt. Allerdings muss erst geklärt werden, ob dies rechtlich möglich ist.

“Erteilen gerne unsere Zustimmung”

Der Landesrechnungshof kann derzeit zwar die zweckmäßige Verwendung der in die Integra fließenden Landesmittel prüfen, nicht aber die Arbeitsinitiative als Ganzes. „Ist eine externe Kontrolle zulässig, erteilen wir gerne unsere Zustimmung dazu“, versicherte Koch, der damit auch die Debatte wieder auf eine sachliche Ebene bringen möchte.

Heute, Montag, geht es für die Integra-Geschäftsführer sowie Vertreter der Trägereinrichtungen aber zuerst beim Kontrollausschuss des Landes darum, Rede und Antwort zu stehen. Die SPÖ hatte die Einberufung gefordert, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter der Integra in einer Anzeige an die Finanzpolizei massive Vorwürfe wegen Unregelmäßigkeiten in der Buchführung erhoben hatte.

Volle Transparenz

Stefan Koch, der mit Rober Baljak die Integra leitet, erklärt, dass sich alle Anschuldigungen widerlegen lassen. Sämtliche in der Anzeige angeführten Punkte seien sofort überprüft worden. „Es ist nichts dran“, bekräftigt Koch. Die Integra will trotzdem vom Landesrechnungshof durchleuchtet werden. Neben dem Vorwurf der Datenfälschung stünden auch Verleumdungen im Raum, die so nicht stehen gelassen werden könnten.

Für den heutigen Kontrollausschuss haben neben Stefan Koch und Robert Baljak bislang noch Arbeiterkammer-Direktor Rainer Keckeis zugesagt. Zu den Trägern gehören außerdem das dowas, die Arbeitsinitiative Bodensee sowie „Jugend am Werk“. SPÖ-Clubobmann Michael Ritsch sagte: „Integra und die Mitarbeiter verrichten einen guten Job, aber wir wollen wissen, was an den Vorwürfen dran ist.“ Er fordert auch eine Prüfmöglichkeit bei Unternehmen, bei denen das Land nicht die Mehrheit hat, aber bezahlt.

<<Den ausführlichen Bericht lesen Sie in den heutigen VN>>

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