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Millionen für den Hochwasserschutz

Mit den umfangreichen Bauarbeiten an der Bregenzer Ache wurde bereits gestartet.
Mit den umfangreichen Bauarbeiten an der Bregenzer Ache wurde bereits gestartet. ©Laurence Feider/Land
An der Bregenzerache in Egg und am Schmiedlebach werden umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.
Hochwasserschutzprojekte

 

 

Egg. Beim Hochwasser im August 2005 wurde der Ortsteil Pfister in der Gemeinde Egg durch die Bregenzerache überflutet. Die Privathäuser und öffentlichen Gebäude, darunter zwei Schulen und ein Sozialzentrum, wurden rund einen Meter überflutet. „Die Bregenzerache hat in diesem Bereich zwei kritische Stellen. Die geringe Dammhöhe bewirkte ein Überborden der Wassermengen im Bereich unterhalb der Sohlschwelle und das enge Nadelöhr direkt unter der Brücke zwischen Egg und Schwarzenberg hat einen Rückstau der Bregenzerach bewirkt, welcher ebenfalls eine Überflutung hervorgerufen hat“, erklärt Markus Mayer von der Abteilung Wasserwirtschaft.

 

Direkte Schutzmaßnahmen

 

 

Das sich derzeit in Bau befindliche Hochwasserschutzprojekt sieht eine Verbesserung dieser Situation vor, „wenn auch nicht von einem Ausbau bis zum standardisierten 100-jährigen Hochwasserabfluss gesprochen werden kann“, so Mayer. Es wurde die ökonomisch sinnvollste Variante gefunden, die vorsieht, dass die Wassermassen der Bregenzerache nicht mehr durch Überströmen der Dämme in die Parzelle Pfister fließen können. Dennoch kann sich eine Überflutung der Parzelle Pfister durch den Rückstau der Engstelle einstellen. „Die Gebäude im Überflutungsgebiet werden durch Schutzmaßnahmen direkt am Objekt geschützt. Bei der neuen Mittelschule in Egg wurde dieser Objektschutz bereits in die Planung mit aufgenommen, sodass lediglich ein Zugang zur Turnhalle von separaten Objektschutzmaßnahmen betroffen ist“, informiert Markus Mayer.

 

 

Arbeiten laufen auf Hochtouren

 

 

Mit den Arbeiten an der Bregenzerach in Egg wurde Anfang September begonnen – der Abschluss ist für Mai 2017 vorgesehen. Folgende Hochwasserschutzmaßnahmen werden sukzessive umgesetzt: Dammerhöhung und Herstellung einer Hochwasserschutzmauer bei beengten Verhältnissen, Errichtung eines Pumpwerks zur Ableitung der Regenwässer, die hinter dem Damm aufgefangen werden, Objektschutzmaßnahmen im Rückstaubereich sowie Sohlstrukturierungen mittels Kurzbuhnen. Der Kostenrahmen beträgt 3.150.000 Euro.

 

 

Projekt Schmiedlebach für 2017

 

 

Doch nicht nur an der Bregenzerach sind Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig. Auch entlang des Schmiedle- oder Schmittenbachs kam es bei den Hochwasserereignissen der Jahre 1999, 2002 und 2005 zu Überschwemmungen und Materialablagerungen. Auf Antrag der Gemeinde Egg wurde vom Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Bregenz ein umfangreiches Schutzprojekt für den Ortskern von Egg ausgearbeitet. „Dieses Projekt versucht den Spagat zwischen ökologischer Verbesserung und maximal möglicher Schutzwirkung der Maßnahmen zu meistern“, weiß Andreas Drexel von der Wildbach- und Lawinenverbauung.

 

 

Neue Konsolidierungsbauwerke

 

 

Durch den massiven Ausbau des besiedelten Ortskernes soll ankommendes Hochwasser in die Bregenzer Ache geschleust werden. Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Fischpassierbarkeit mittels zweier Rampen auf einer Länge von mehr als einem Kilometer Bachstrecke wieder hergestellt. Die bestehenden Verbauungen im gesamten Bachbereich, teilweise aus dem Jahre 1920 und älter müssen saniert, oder wo dies nicht mehr möglich ist, neu errichtet werden. Speziell im Oberlauf des Schmiedlebaches rutschen die Böschungen in das Bachbett nach, diese Rutschungen sollen durch massive Bauwerke, sogenannte Konsolidierungsbauwerke, stabilisiert werden.

 

 

Start im Frühjahr 2017

 

 

„Neben diesen baulichen Maßnahmen, mit kalkulierten Kosten von 3,1 Millionen Euro sind Instandhaltungsmaßnahmen am Bachlauf selbst, wie beispielsweise das Entfernen von Wildholz wichtige und kostengünstige Maßnahmen zur Gefahrenvorbeugung. Das Projekt wird von Bund, Land Vorarlberg und der Gemeinde Egg finanziert“, informiert Drexel.

 

Die Baumaßnahmen werden im Frühjahr 2017 beginnen und von den Arbeitern der Wildbach- und Lawinenverbauung (Gebietsbauleitung Bregenz) ausgeführt. Es wird mit einer Gesamtbauzeit von vier bis fünf Jahren gerechnet.

 

 

 

 

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