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Militärtransporter Airbus A400M in Spanien abgestürzt - Vier Tote

Sevilla. Bei einem Testflug stürzte am Samstag in der Nähe der spanischen Stadt Sevilla ein Militärtransporter des neuen Typs Airbus A400M ab. In den Trümmern starben vier Menschen, die Rettungsdienste bargen zwei Schwerverletzte.

Beim Absturz eines Militärtransporters vom Typ Airbus A400M sind am Samstag in Spanien vier Menschen ums Leben gekommen. Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy, der während seines Besuchs auf Teneriffa von dem Unglück erfuhr, hatte zunächst von acht bis zehn Todesopfern gesprochen. Es war der erste Absturz eines Transporters dieses neuen Typs. Die Opfer seien höchstwahrscheinlich alle spanische Mitarbeiter von Airbus, sagte Rajoy.

Zwei Überlebende

Spanischen Medienberichten zufolge gabe es jedoch auch Überlebende. Demnach wurden zwei Insassen des Flugzeugs schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Verletzten musste künstlich beatmet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Efe. Der andere Verletzte habe Knochenbrüche und Verbrennungen erlitten.

Absturz bei Testflug

Der Absturz ereignete sich in der Nähe des Flughafens von Sevilla in Südspanien. Dort werden die Transportflugzeuge montiert und getestet, ehe sie an die Luftstreitkräfte diverser Staaten übergeben werden. Die Maschine sei zu einem Testflug gestartet, hieß es. Sie stürzte unmittelbar nach dem Start aus unbekannter Ursache ab und zerschellte auf dem Boden.

Nach Angaben des Herstellers soll der Pilot kurz vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt haben. Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung ein.

A400M noch nicht im aktiven Dienst

Das Flugzeug hatte sich noch in der Testphase befunden und war noch nicht an die Streitkräfte eines Landes ausgeliefert worden. Nach ersten Informationen handelt es sich bei dem abgestürzten Flugzeug nicht um eine der von der Bundeswehr bestellten Maschinen.

Pannenprojekt

Die deutsche Bundeswehr hatte die erste und bislang einzige A400M im vergangenen Dezember erhalten. Insgesamt hat Deutschland 53 Maschinen bestellt. Der A400M zählt zu den Pannen-Projekten der Bundeswehr. Die Entwicklung der Militärmaschine hatte sich um Jahre verzögert. Außerdem ist das Flugzeug teurer geworden als zunächst geplant. Ein Schutzsystem für Einsätze in gefährlichen Gebieten lässt noch auf sich warten.

Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Wir werden uns die Ursache für diesen Absturz ganz genau anschauen und kein Risiko für unser Personal eingehen.” Der erste A400M sei momentan noch in der Einsatzprüfung durch die Luftwaffe. Für diese Woche waren Flüge mit der Maschine geplant. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, ein Termin für die geplante Lieferung weiterer Flugzeuge stehe bislang noch nicht fest. (red/APA/dpa)

Der Militärtransporter Airbus A400M
Der taktische Militärtransporter Airbus A400M “Grizzly” soll die veralteten Transportmaschinen verschiedener Luftstreitkräfte ersetzen. Der erste Prototyp wurde Ende 2009 erprobt. Im Oktober 2013 stellte die französische Luftwaffe das erste Serienmodell in Dienst.

Das propellergetriebene Flugzeug hat eine Gesamtlänge von 45 und eine Spannweite von 42,40 Metern. Bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 780 Stundenkilometern kommt die Maschine bei 20 Tonnen Nutzlast auf eine Reichweite von maximal 6390 Kilometern. Der A400M kann über längere Strecken im Tiefflug und zum Absetzen von Lasten oder Fallschirmspringern eingesetzt werden.

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