Mexiko: Proteste gegen Wahlergebnis

Der Präsidentschaftskandidat der mexikanischen Linken, Andrés Manuel López Obrador, hat das Angebot zur Bildung einer Koalitionsregierung in Mexiko abgelehnt.

Bei einer Demonstration von rund 200.000 Anhängern im Zentrum der Hauptstadt Mexiko-Stadt rief López Obrador am Samstag stattdessen zum Widerstand gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag auf. Dieses verweist ihn knapp hinter dem konservativen Politiker Felipe Calderón auf den zweiten Platz. Am Mittwoch und am kommenden Sonntag will er mit weiteren Großdemonstrationen seinen Forderungen Nachdruck verleihen.

Gleichzeitig kündigte López Obrador an, mit juristischen Mitteln beim Bundeswahlgericht gegen das Resultat vorzugehen, um zu beweisen, dass er und seine Partei der Demokratischen Revolution (PRD) die meisten Stimmen erhalten hätten. Erneut forderte er eine Neuauszählung sämtlicher Stimmen. Calderón hatte sich zum Sieger erklärt, obwohl das Bundeswahlgericht das Ergebnis der Wahlen weder begutachtet noch für gültig erklärt hat.

„Du bist nicht allein“ und „Obrador, Obrador“, skandierte die Menschenmenge, die dicht gedrängt den riesigen Zócalo-Platz im Herzen der Metropole füllte. Es war seit der Wahl bereits das zweite Mal, dass die Organisatoren der PRD von López Obrador mehr als 150.000 Menschen zum Protest gegen den sich abzeichnenden Sieg Calderóns von der Partei der Nationalen Aktion (PAN) auf die Straße brachte.

Die Bildung einer Koalition mit Calderón hatte López Obrador bereits vorher am Tage vor der internationalen Presse zurückgewiesen. Die Projekte Calderóns seien zu unterschiedlich von den seinen, sagte er zur Begründung. Calderón hatte das Koalitionsangebot in die Debatte eingeführt, weil jeder Präsident nach der derzeitigen Konstellation im Kongress eine Oppositionsmehrheit gegen sich hat.

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