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Mexiko: "Emily" stürmte über Yukatan

Mit heulenden Winden und heftigen Regengüssen ist der Hurrikan "Emily" Montag früh mit Geschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern über die mexikanische Halbinsel Yukatan hereingebrochen.

Der Sturm der gefährlichen Kategorie vier fegte über die Touristenregion hinweg, wie das in Miami im US-Bundesstaat Florida ansässige Hurricane Center mitteilte.

Auf seinem Weg nach Nordwesten in Richtung Golf von Mexiko schwächte sich „Emily“ den Angaben zufolge aber ab. Vor der Karibikküste Mexikos starben am Sonntag der Pilot und der Co-Pilot eines Rettungshubschraubers, als ihre Maschine, von einem schweren Windstoß erfasst, ins Meer gerissen wurde.

„Emily“ traf nach Angaben des Hurricane Centers bei Tulum auf die mexikanische Küste. Die nördliche Sturmwand um das Auge des Hurrikans, die laut Experten das schlechteste Wetter mit sich bringen würde, zog direkt über die Insel Cozumel vor dem Bundesstaat Quintana Roo in der Karibik. Die Gebiete hundert Kilometer südlich der beliebten Strandregion von Cancún an der Ostküste bekämen den Hurrikan in seiner vollen Stärke ab, sagte ein Tourismus-Vertreter. „Cozumel, Playa del Carmen und Tulum sind am schlimmsten betroffen“.

Der sich über Land abschwächende Sturm sollte etwa neun Stunden über Mexiko wüten, bevor er auf den Golf von Mexiko abziehen sollte. Für den Golf wurden bereits Sturmwarnungen ausgegeben. Meteorologen gingen davon aus, dass „Emily“ am Dienstagabend (Ortszeit) bei den Städten Matamoros in Mexiko und Brownsville an der US-Golfküste im Bundesstaat Texas erneut auf Festland treffen werde.

Am Wochenende waren bereits zehntausende Touristen aus Furcht vor „Emily“ aus den mexikanischen Küstenregionen geflüchtet. In Mexiko evakuierten die Behörden Hotelanlagen. Nach Behördenangaben brachen 30.000 der rund 80.000 Touristen in der Region ihren Urlaub ab. Mehr als 46.000 Urlauber hätten Quintana Roo verlassen, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Rund 23.000 Touristen seien vor dem herannahenden Storm in Sicherheit gebracht worden. Der internationale Flughafen von Cancun wurde am Sonntag vorübergehend geschlossen. Das österreichische Außenministerium hatte am Montag keine Kenntnis von betroffenen Landsleuten. Auch habe man keine Anrufe besorgter Angehöriger entgegengenommen.

Der Pilot und der Co-Pilot des vor der mexikanischen Küste abgestürzten Hubschraubers waren an einer Aktion zur Evakuierung einer Ölplattform beteiligt. Die mexikanische Ölgesellschaft Pemex teilte mit, dass rund 15.530 Mitarbeiter von Ölbohrinseln im Golf von Mexiko in Sicherheit gebracht wurden.

In Haiti hatte „Emily“ zuvor schwere Überschwemmungen verursacht. Dort starben sechs Menschen. Nach Regierungsangaben wurden etwa 500 Häuser zerstört. In der vergangenen Woche war bereits der Wirbelsturm „Dennis“ durch die Karibik gerast. Dabei kamen mindestens 62 Menschen ums Leben, 40 davon in Haiti.

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