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Mexiko: Drei Tote bei Unruhen

Die Unruhen in der von Aufständischen besetzten mexikanischen Stadt Oaxaca haben drei Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten ist ein Journalist aus den USA.

Der 36-jährige New Yorker Bradley Roland Will, der für das Internet-Angebot indymedia.org über die Lage in Oaxaca berichtete, erlitt am Freitag einen Bauchschuss und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Die Schüsse fielen, als Bewaffnete eine Straßensperre beseitigen wollten, die von den linksgerichteten Rebellen errichtet worden war. Staatsanwältin Lizbeth Cana sagte, aufgebrachte Bewohner hätten sich gegen die Gewalt und die Drohungen der Aufständischen zur Wehr gesetzt. Dagegen vermutete US-Botschafter Tony Garza, bei den bewaffneten Männern könnte es sich um Polizisten gehandelt haben. Die Rebellen beschuldigten Gouverneur Ulises Ruiz, die Bewaffneten in die Stadt geschickt zu haben. „Ulises Ruiz versucht, unsere Leute zu massakrieren“, sagte einer der Aufständischen.

Auch vor dem Sitz der Staatsanwaltschaft von Oaxaca gab es einen Schusswechsel. Dabei wurden drei Menschen verletzt.

Ausgangspunkt des Aufstands war ein Streik der Lehrer. Sie legten im Mai die Arbeit nieder und demonstrierten für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Im Juni schlossen sich den Lehrern Studenten und Teile der indigenen Bevölkerung an. Die Aufständischen fordern den Rücktritt von Gouverneur Ruiz, dem sie Wahlbetrug und die Einschüchterung von Dissidenten vorwerfen. Gewerkschaft und Innenministerium verurteilten die Gewalt. Am Donnerstag beschlossen die Lehrer ein Ende ihres Streiks.

Oaxaca ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslands in Südmexiko. Wegen seiner Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit, der nahe gelegenen historischen Ausgrabungsstätte Monte Albàn und der indianischen Kultur ist Oaxaca ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen.

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