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Meusburger rechnet für heuer mit 15 Prozent weniger Umsatz

Angaben zur Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen gibt es nicht
Angaben zur Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen gibt es nicht ©Meusburger
Der Normalienhersteller hat bislang nur in wenigen Teilbereichen Kurzarbeit eingesetzt, die Produktion ist durchgelaufen - allerdings muss auch Meusburger die Personalkapazitäten nach unten anpassen.

Von Günther Bitschnau (wpa)

Auch Vorarlberger Leitbetriebe wie der Normalien-Hersteller Meusburger können sich der bedingt durch die Covid-19-Pandemiebekämpfung verursachten internationalen Wirtschaftskrise nicht entziehen. Wie das Unternehmen auf wpa-Anfrage mitteilte, rechne man im Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzminus von 15 Prozent. Im Vorjahr kam die Gruppe auf ein Geschäftsvolumen von 291 Millionen Euro (minus 5,5%).

"Das ist eine aktuelle Prognose, die sich in den nächsten Monaten durchaus noch verändern kann", so der geschäftsführende Gesellschafter Guntram Meusburger. Die Ursache dafür liege in der bereits 2019 spürbaren Flaute im Werkzeug- und Formenbau - speziell in der Automobilbranche - sowie in den weltweiten Auswirkungen der Covid-19-Krise. "Unser Unternehmen steht dadurch vor Herausforderungen."

Kommunikationsleiter Roman Giesinger ergänzte, dass der Hersteller von hochpräzisen Normalien derzeit "auf Sicht fahre". Man beobachte die Entwicklung im Zwei-Wochen-Rhythmus ganz genau, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können.

Produktion ist durchgelaufen

Im Gegensatz zu anderen Vorarlberger Industriebetrieben hat die Firmengruppe Meusburger die Belegschaft unterdessen nur in wenigen Teilbereichen in Kurzarbeit geschickt. Das betraf insbesondere Mitarbeiter im Vertrieb im zweiten Quartal 2020. Die Produktion sei dank eines ausreichend gefüllten Lagers und des hohen Grades an Eigenfertigung bislang mehr oder weniger durchgelaufen. Einer Branche wie dem Werkzeug- und Formenbau bringe die derzeitige Form der Kurzarbeit in Österreich zudem auch wenig, sagte Giesinger, da die Aufträge hier langfristig angesetzt seien.

Anpassungen beim Personalstand

Aufgrund dieser aktuellen Entwicklung kommt folglich auch Meusburger an Kostensenkungen nicht vorbei. "Dass es in Zeiten wie diesen dort wo nötig Anpassungen des Personalstandes gibt, dürfte nicht weiter überraschen", so Giesinger, der zugleich als Personalleiter tätig ist. Neben dem Abbau von Urlaubsansprüchen und Zeitausgleich sei man in bestimmten Bereichen auch dazu übergegangen, natürliche Abgänge teilweise nicht nachzubesetzen.

"Zudem gibt es gegenwärtig mehr betriebsbedingte Kündigungen als früher", so Giesinger. Wie viele Mitarbeiter das Unternehmen seit Mitte März 2020 zwischenzeitlich abgebaut hat, wollte man bei Meusburger nicht kommentieren. Nur so viel: "Derzeit notwendige Kapazitätsanpassungen werden durchgeführt." Zum Jahresende 2019 beschäftigte die Firmengruppe Meusburger rund 1.750 Mitarbeiter weltweit.

Langfristige Auswirkungen

Die Geschäftsleitung von Meusburger geht davon aus, dass die gegenwärtige Krise längerfristige Auswirkungen haben werde, was teils auch den Besonderheiten der Werkzeug- und Formenbau-Branche geschuldet sei. Nichtsdestotrotz ist Guntram Meusburger langfristig gesehen optimistisch. "Wir sind zuversichtlich, dass sich die Wirtschaft wieder Schritt für Schritt erholt und sind auf jeden Fall gut vorbereitet, wenn der Markt wieder anzieht."

Geplantes Bürogebäude in Hohenems kommt

Als Beweis dafür wertet Guntram Meusburger auch den Umstand, dass Meusburger am Bau des geplanten Bürogebäudes in Hohenems festhalte. Gegenwärtig werden dafür die Hochspannungsgittermasten auf bis zu 67,5 Meter erhöht und deren Fundamente teilweise verstärkt. "Wir bleiben dem Standort Vorarlberg auch langfristig treu."

(Quelle: wirtschaftspresseagentur.com)

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