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Metzler-Entführung offenbar geplant

Der mutmaßliche Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler hat die Entführung offenbar gut vorbereitet: Schon Tage vor der Tat habe der 27-jährige Jusstudent Magnus G. ein detailliertes Erpresserschreiben verfasst, berichtete der „Spiegel“ am Wochenende. Am Tag des Mordes lockte er den ihm flüchtig bekannten Elfjährigen Presseberichten zufolge in seine Wohnung, erstickte ihn dort, packte die in Plastiksäcke verschnürte Leiche in den Kofferraum, fuhr zum Familienanwesen und deponierte dort den Brief.

Nach Recherchen der „Bild am Sonntag“ versenkte er die Leiche anschließend in einem kleinen See bei Schlüchtern und fuhr von dort gegen Mittag zu seiner Mutter nach Neu-Isenburg, wo er zu Mittag aß. „Er war so gelassen und freundlich wie immer, ihm war nichts anzumerken“, wird sie von dem Blatt zitiert.

Den Schüler soll der 27-Jährige an der Bushaltestelle im Stadtteil Sachsenhausen angesprochen und gesagt haben, seine Schwester habe noch eine Jacke in seiner Wohnung, er möge sie bitte kurz abholen. Wie die „Bild am Sonntag“ weiter berichtete, erstickte Magnus G. sein Opfer schon wenig später mit einem Kissen.

Die Lösegeldübergabe fand demnach Montagfrüh um 1.00 Uhr bei einer Straßenbahnhaltestelle im Frankfurter Stadtwald statt, wo die eine Million Euro in zwei Aldi-Plastiktragtaschen deponiert wurden. Magnus G. soll das Geld unter den Augen der Polizei mit dem eigenen Auto abgeholt haben.

Von dem Lösegeld zahlte Magnus G. laut „Spiegel“ zunächst probehalber einige Scheine auf sein Konto ein, um zu sehen, ob das Geld sauber sei. Dann habe er in Aschaffenburg einen Mercedes-Jahreswagen bestellt, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin weiter. In der Wohnung des 27-Jährigen hatte die Polizei über 990.000 Euro des Lösegeldes gefunden. Zudem hatte Magnus G. für die darauf folgende Woche eine Ferienreise auf die Kanarischen Inseln gebucht.

Laut Obduktionsergebnis war Jakob von Metzler erstickt und nicht ertrunken. Seine zusammengeschnürte Leiche war am Dienstag in einem See im Main-Kinzig-Kreis nördlich von Frankfurt am Main gefunden worden. Unsicher ist laut Staatsanwaltschaft, ob der Tod auf Erwürgen zurückzuführen ist. Bisher gebe es zudem keine Hinweise auf ein Sexualdelikt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge war der 27-Jährige zwar als Nachhilfelehrer tätig, aber nach Angaben seines Anwaltes und von Jakobs Eltern nicht für den Elfjährigen. Er habe in erster Linie Kontakt zu den älteren Geschwistern Jakobs gehabt, die er wohl bei Diskobesuchen und Spielen von Eintracht Frankfurt kennen gelernt habe.

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