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Menschenrechtler wegen Majestätsbeleidigung in Thailand angeklagt

In Thailand ist einer der bekanntesten Menschenrechtsaktivisten wegen Majestätsbeleidigung angeklagt worden. Sulak Sivaraksa (76) wurde drei Stunden verhört und am Freitag gegen Kaution freigelassen, bestätigte die Polizei.

Die Klage bezieht sich auf eine Rede, die Sulak im Dezember vergangenen Jahres auf einem Menschenrechtsforum gehalten hatte. Welche Aussage genau die Gesetzeshüter auf den Plan rief, blieb unklar.

Das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung ist so streng, dass praktisch niemand es wagt, anders als in höchsten Tönen von der königlichen Familie zu sprechen. Der Gesetzesverstoß kann mit 15 Jahren Haft geahndet werden. Sulak ist im Laufe der Jahre schon mehrfach wegen Majestätsbeleidigung angeklagt worden.

Wegen der angespannten politischen Lage Thailands sind die Behörden besonders streng. Ein Minister musste zurücktreten, weil er angeblich die Monarchie beleidigt hatte. Zwei Studenten wurden angeklagt, weil sie bei der Nationalhymne im Kino nicht aufgestanden waren.
Eine außerparlamentarische Opposition bietet der demokratisch gewählten Regierung seit Monaten mit Massendemonstrationen und der Besetzung des Regierungssitzes die Stirn. König Bhumibol Adulyadej, die absolute moralische Autorität des Landes, ist 80 Jahre alt und nicht bei bester Gesundheit.

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