Menschen und Tiere kehrten heim

Die Alpe Gräsalp auf der Schwarzenberger Brücke
Die Alpe Gräsalp auf der Schwarzenberger Brücke ©Annemarie Kaufmann
Alptag in Schwarzenberg

Beim traditionellen Alptag in Schwarzenberg kehrten sieben Alpen in`s Tal zurück.

Schwarzenberg. Wenn die Nebel in`s Tal ziehen und die Tage kürzer werden, wenn in Schwarzenberg zum großen Fest gerüstet wird und allerorten die Rosmarinstauden fehlen, dann ist der Alptag nicht mehr weit. Nach jahrhundertealtem Brauch feiern an diesem Tag die Bauern und Hirten ihren größten Festtag im Bauernjahr. Die Heimkehr von Mensch und Vieh. Und wenn das Leittier den “Mojen” tragen darf, weil die Herde unversehrt durch den Sommer gebracht wurde, dann sind die Älpler und Älplerinnen besonders stolz. Hunderte Menschen säumten auch dieses Jahr die Straßen, um die Heimkehrer im Tal zu begrüßen.

“Nägele und Rosmarin”
Den Beginn machte die Alpe “Wurzach”. Laut scheppernd läuteten die Tiere mit ihren schweren Brummeln den Alptag ein. Seit Tagen war die Familie Bischof mit dem Binden der Mojen und dem Schmücken der Älplerhüte beschäftigt. “Nägele” und “Rosmarin” schmückten die stattlichen Kopfbedeckungen der Hirten und Hirtinnen, Reisig und kunstvolle Blumengebinde die Köpfe der Tiere. Wie es halt bei Bischof´s seit jeher der Brauch ist. Der immense Aufwand wurde dann auch von der anwesenden Bevölkerung mit entsprechendem Applaus honoriert. In zügigem Tempo bewegte sich die Herde durch das Dorfzentrum und hatte nach kurzer Zeit die heimatlichen Gefilde erreicht.

Dorffest
Nach einstündiger Pause, die auf dem Dorfplatz zum regen Austausch von Neuigkeiten genutzt wurde, traf die Alpe “Brongen” ein. So manchem “Pfister” war die Erschöpfung des stundenlangen Fußmarsches ins Gesicht geschrieben. Ihr folgten in kurzem Abstand die Alpen “Obere”, “Mittlere Argen”, “Sack” und “Gräsalp”. Letztere mit etwa 300 gealpten Tieren. Leider gab es laut Alpmeister Mathias Greber zwei Ausfälle durch zu Tode gestürzte Rinder. “Im Verhältnis zu der großen Menge an Vieh, sei der Ausfall aber eher gering”, meinte Greber. Leider könne es, gerade bei großen Alpen, immer wieder zu derart bedauerlichen Zwischenfällen kommen, erklärte der Alpchef. Während im Dorfzentrum an verschiedenen Ständen diskutiert, gegessen und getrunken wurde, wartete man Beim Gasthof “Ziegler” in Bersbuch auf “Schadona”. Die Großalpe war mit ca. 500 Tieren die größte Alpe und traf als Letzte ein. Die Wartezeit wurde mit Musik, Grillwürsten und so manchem Achtele überbrückt. AK

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