Melilla: Erneut Massenansturm von Flüchtlingen

Die spanische Exklave Melilla an der Küste Marokkos ist auch in der Nacht auf Mittwoch Ziel eines Ansturms afrikanischer Einwanderer gewesen. 120 bis 200 von ihnen sei es gelungen, auf spanisches Territorium vorzudringen.

Nach Angaben spanischer Medien versuchten zwischen 500 und tausend Menschen in der zweiten Nacht in Folge den bis zu sechs Meter hohen Metallzaun um Melilla zu überwinden.

120 bis 200 von ihnen sei es gelungen, auf spanisches Territorium vorzudringen, berichteten der Radiosender Cadena Ser und die Onlineausgabe der Tageszeitung „El Mundo“. Sechs spanische Sicherheitsbeamte und mindestens drei Flüchtlinge seien bei den Vorfällen, die sich am Dienstagabend zwischen 21.30 und 22.00 Uhr zutrugen, verletzt worden.

Bereits in der Nacht auf Dienstag war es rund hundert Menschen gelungen, in die Exklave vorzudringen. Wegen des jüngsten Ansturms ist das Flüchtlingslager in der spanischen Stadt heillos überfüllt. In ihm sind mit 800 Menschen doppelt so viele Personen untergebracht als es Plätze hat.

Nach Angaben der spanischen Behörden haben seit Jahresbeginn rund 12.000 Menschen versucht, nach Melilla und damit in den Schengener Raum zu gelangen. Sie haben dort das Recht, einen Asylantrag bei den spanischen Behörden zu stellen. In Melilla leben rund 60.000 Menschen auf 12,5 Quadratkilometern. Der metallene Absperrzaun um die Exklave ist zwölf Kilometer lang und stellenweise bis zu sechs Meter hoch.

Am Donnerstag wollen sich der spanische Regierungschef José Luis Rodróguez Zapatero und der marokkanische Ministerpräsident Driss Jettou in Sevilla treffen, um Lösungen für das Problem zu beraten.

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