Mekka des Handwerks

Hand in Hand machte die Region aus der traditionsreichen Handwerksausstellung auch bei der neunten Auflage zu einer Erfolgsgeschichte.
Hand in Hand machte die Region aus der traditionsreichen Handwerksausstellung auch bei der neunten Auflage zu einer Erfolgsgeschichte. ©stp
Wälder Handwerk – Champions League der Kreativität, Innovation und Vielfalt.
Bregenzerwälder Handwerksausstellung

Fünf Tage lang präsentierte sich die Talschaft den beeindruckten Besuchern als Mekka des Handwerks. Eindrucksvollen Leistungsschau, die mehr als 21.000 beeindruckte und begeisterte Besucher nach Bezau lockte, entwickelte sich die 9. Bregenzerwälder Handwerksausstellung. Das lange Warten – die achte Ausstellung fand 2007 statt – hat sich gelohnt, mehr als 100 Aussteller und Partner boten eine Veranstaltung, die weit über die fünf Tage ihrer Dauer hinaus wirken wird. Was das Handwerk der Region im idealen Umfeld der Bezauer Wirtschaftsschulen zeigte, war die Champions League der Kreativität, Innovation und Vielfalt – aber auch eine Präsentation von Kooperationen und Partnerschaften. Stichwort Partnerschaften: Was diesbezüglich vom Handwerkerverein Bezau mit Obmann Johannes Batlogg und den Bezauer Wirtschaftsschulen mit Direktor Andreas Kappaurer, der ein 200-köpfiges (!) Team mit über 150 Schülerinnen und Schülern sowie über 40 Lehrerinnen und Lehrern leitete, auf die Beine gestellt wurde, sucht seinesgleichen wohl vergeblich.

Region als eine Einheit

Mustergültig auch die Geschlossenheit, die die Region auf der Ausstellung an den Tag legte: von Alberschwende bis Warth und von Sulzberg bis Damüls waren alle Gemeinden der Talschaft vertreten. Manche schon zum neunten (!) Mal, andere feierten ihre Messe-Premiere. Beim Resümee waren sie sich einig: es hat sich gelohnt – in jeder Hinsicht.

Willkommenes Nachwirken

Was die Handwerkermesse in wirtschaftlicher Hinsicht bringt, wird sich erst in den kommenden Monaten und Jahren zeigen, wenn die vielen Kontakte, die auf der Ausstellung geknüpft wurden, in Aufträge umgemünzt werden. Diesbezüglich herrscht große Zuversicht, zumal viele Aufträge schon auf der Ausstellung fixiert wurden.
Nachwirken wird die Veranstaltung auch im Schulalltag, der an den Bezauer Wirtschaftsschulen in rund drei Wochen wieder beginnt. Dann werden die einladenden Kojen der Aussteller wieder in nüchterne Klassenzimmer verwandelt sein. „Wir werden uns mit dem Projekt im neuen Schuljahr noch in vielfältiger Form auseinandersetzen, denn schließlich wollen wir aus den gemachten Erfahrungen auch lernen“, gibt Direktor Andreas Kappaurer die Devise aus. Ganz besonders intensiv werden sich Julia Steurer, Sabrina Düringer, Tanja Willi und Verena Dür mit der Ausstellung beschäftigen, denn sie haben es als Maturaprojekt gewählt und dazu u. a. rund 500 Befragungen durchgeführt. Von der ersten bis buchstäblich zur letzten Minute der Ausstellung, wie die VN-Heimat aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Im bevorstehenden Maturajahr folgt jetzt die Auswertung.“

Jugend – ein Schwerpunkt

Breiter Raum wurde der Jugend eingeräumt – von der Kinderbaustelle und anderen Angeboten für die Kleinsten bis zum Nachwuchs-Projekt „Handwerk hat goldenen Boden“, bei dem Lehrlinge den interessierten Jugendlichen eindrucksvoll aufzeigten, welche Berufs- und Karrierechancen das Handwerk bietet. Highlight des Lehrlingszeltes: Die Produktion von täglich Hunderten Flaschenöffnern aus Holz, die Lehrlinge an einer Spezialmaschine produzierten.

Ausstellung „verlängert“

Obwohl schon knapp eine Stunde nach Ende der Ausstellung mit den Abbrucharbeiten begonnen wurde, wird die Ausstellung in einigen Bereichen noch verlängert. So bleibt auch das größte der Ausstellungsstücke, das Ferienhaus von Michael Kaufmann, im Ausstellungsgelände stehen, „bis ich die notwendigen Bewilligungen für das Aufstellen in Mellau erhalten habe“, lacht der innovative Zimmermann. „Nachhaltig“ bleibt die Ausstellung auch für jene Dirndl-Trägerinnen, die von Herlinde Moosbrugger (Dirndl-Moosbrugger) ausgestattet worden waren: Sie dürfen ihre „Arbeitskleidung“ behalten. Moosbrugger hatte heuer auf einen Messestand verzichtet, stattdessen waren Dutzende Schülerinnen und zusätzliche Dirndl-Trägerinnen als „Werbeträgerinnen“ auf der Ausstellung allgegenwärtig.

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