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Meister Lampe als Kunstwerk aus "Schoggi"

Der Osterhase steht in voller Pracht auf dem Tresen. Lus­tige, weiße Zähne hat er, eine weiße Schürze, große lustige Augen. Ein Prachtgeschöpf, den man zum Fressen gernhaben muss.

Zum Fressen, pardon Essen, ist er auch geschaffen. Denn er ist aus feinster Schokolade, und sein Erschaffer grinst. „Ich habe 500 Kilo Schokolade verarbeitet, zirka 1000 Osterhasen gemacht”, erzählt Paul Piringer, Konditor und seit vergangenem Oktober neuer Besitzer des traditionellen Café König in Lustenau.

Die Nachbarin

Der 30-jährige Fußacher hat jetzt Hochsaison. Neben den deliziösen Osterhasen produziert er eine Reihe weiterer süßer Köstlichkeiten. Darunter Pralinen, Kuchen, Torten und natürlich auch Eis, auf das seine Kundschaften durch die Ankunft des Frühlings immer mehr Lust bekommen. Gemeinsam mit seiner Frau Eva Maria sorgt er dafür, dass den Lustenauern wenigstens eine Konditorei erhalten blieb. Den Sohn des Fußacher Gemeindearztes zog es schon von klein auf in die Küche. „Ich bin als Kind immer zu einer Nachbarin gegangen. Die hat mich in die Geheimnisse des Backens eingeweiht.

Viel gelernt

Also stand für den Teenager nach einem kurzen Abstecher in die Mehrerau bald schon fest: „Ich will in eine Backstube.” Anfänglich lernte er Bäcker. „Doch das frühe Aufstehen war meine Sache nicht, daher entschloss ich mich, Konditor zu werden.” Er wurde es, ein Meister noch dazu. Im Café Schallert in Höchst lernte er sein süßes Handwerk genauso wie durch zahlreiche Fortbildungen. Er studierte an der Eisfachschule in Köln, eignete sich die Kunst des Gemüseschnitzens an und wurde irgendwann von der Idee durchdrungen, selbstständig zu werden. Schließlich hörte der ehemalige Freestyler (ein dritter Platz im Europacup) von seinem ehemaligen Meis­terprüfer Walter Fitz, dass sie einen Nachfolger für ihr Café König suchten. „Es sagte mir zu und deshalb bin ich jetzt hier.”

Sehr zufrieden

Dass er nicht nur sich selbst einen guten Dienst tat, sondern auch den Lustenauer Kaffeehaus-Liebhabern, erfährt Paul Piringer täglich. „Man war von Anfang an sehr nett mit mir. Auch die Nachbarn haben mir geholfen, als ich das Lokal neu herrichtete.” Sehr zufrieden sei er damit, wie sich die Dinge hier entwickelt hätten. Von hinten vernehmen das auch die Schokolade-Osterhasen. Aber nicht mehr lange. Denn der Verkauf des köstlichen Osterfest-Symbols hat bereits eingesetzt. Und selbstverständlich hoffen Eva Maria und er, dass bis zum Fest alle Hasen verkauft sind.”

 

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