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Mehr fantastische Tierwesen

Nach dem schaurigen Puls4 Prä-Präsidenten Gerangel ist der zweite Tiefpunkt der Wahlgrauseinandersetzung erreicht. Schlechter geht es kaum, auch wenn es diesmal kaum Ausraster gab. Was bleibt dem Volk? Den einen wählen, damit es der andere nicht wird? Nicht hingehen? Hingehen und beide durchstreichen? Die deklarierte Stimmverweigerung ist eigentlich der einzige wirkliche Ausdruck des Protests gegen diesen parteiverordneten Hofer-Bellen-Tiefgang, den ursächlich Rot und Schwarz zu verantworten haben. Mit ihren Kandidaten hat die Farce begonnen. Mit der Wahl-Aufhebung wurde sie zur üblen Wahlgroteske. Haben wir denn nichts Besseres verdient? Hofer und Bellen wurden letztlich von den Notlösungen Kohl (ÖVP) und Hundstorfer (SPÖ) gekürt. Darin zeigt sich das verlorene demokratische Grundverständnis, die inhaltliche Leere und das Desinteresse von Rot und Schwarz an der Präsidentenwahl. Aus Kohl wurde Hofer und aus Hundstorfer Bellen. Der eine windet sich jetzt grinsend um den blauen Brei, der andere stochert hilflos drin herum. Falscher Onkel und grantelnde Tante. Keine Idee, das Amt neu zu beleben. Freudlos, salzlos, Finsternis. Puls4 macht auf Staats-TV, der ORF hat sich geschlichen, Trump und Clinton liefen im Vorprogramm, Stenzel und Schneider sekundieren. Die Kandidaten grapschen wahlmüde zwischen vergilbten Fotos, Lodenjanker und Nazivorwürfen im immergleichen Sumpf herum. Der Volk rennt der Demokratie weiter davon. Mit gutem Grund. Eine Wahl, die ohnedies in Rechtfertigungsnot ist, derart ins Miserable zerfallen zu lassen, reizt zum PRAEXIT am 4. Dezember.

Ich fliehe ins Kino. Hirnauslüftung. Wo die herrschende Medienrealität ohnedies das Gemüt deprimiert, liefert Österreich auch noch Hofer und Bellen dazu. Da kann die Flucht ins Irreale befreiend wirken. Ich wähle die rosarote Brille und wanke ins Kino, um abzuschalten. Cineplexx? Nein danke. Das Gedränge und Gedröhne halt ich jetzt nicht aus, mag nicht Snack-Schlange stehen wie ein Fressviech im Kober. Abseits der Kinokonzerne gibt es ja noch die kleinen Kinos. Ich fahr in die Kinothek Lustenau und erfreu ich mich mit 3-D-Brille, Eristoff & Nachos (ohne Schlangestehen) bei den Phantastischen Tierwesen inmitten staunender Kindern und Eltern an Rowlings Fabeleien. Grad stoppt eine rotgrüne ZAUBERMOTTE vor meiner Nase und haut blitzschnell wieder ab. Ein MURTLAP beißt zu. Das Gift des bösen STURZFALTERs kann dazu verwendet werden, da schlechte Erinnerungen auszuradieren.

Wieder auf der Straße seh ich GRAPHORNS, NIFFLER und BOWTRUCKLES. Auf Wahlplakaten rufen ein blauer RIESENMISTKÄFER & ein grünes MONDKALB zur Präsidentenwahl. Hätt ich doch ein Zauberstäbchen! Mehr denn je. So wahr mir Gott helfe.

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