Mehr Aufmerksamkeit dem Breitensport

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ASVÖ-Geschäftsführer Christian Vetter gibt Einblicke in die Arbeit beim größten Vorarlberger Sportverband.

Der Vorarlberger Sportverband ASVÖ arbeitet mit insgesamt 645 Vereinen bzw. 90.000 Mitgliedern zusammen. Seit 1996 ist Christian Vetter beim ASVÖ beschäftigt.

Die Leidenschaft auf Verbandsebene zu arbeiten, hat er von seinem Vater Erich, der selbst jahrzehntelang beim Vorarlberger Fußballverband beschäftigt war. Der 42-Jährige ist überzeugt, dass neben dem Spitzensport vor allem der Breitensport die notwendige Anerkennung bzw. Unterstützung erhalten soll. Im neu errichteten Büro-Gebäude in Hohenems wurden optimale Arbeitsbedingungen geschaffen, um auch in Zukunft für viele Vereine der richtige Ansprechpartner zu sein.

Erklären Sie uns kurz, was die Aufgaben des ASVÖ sind?

Unsere Aufgabe ist es, die Vereine in der Umsetzung ihrer Grundbedürfnisse zu unterstützen. Dabei geht es nicht um Leistungssport, sondern um Breitensport bzw. Gesundheitssport. Dazu sind Hallen, Sportgeräte, Trainer usw. notwendig. All diese Voraussetzungen wollen wir mit unseren Mitteln fördern und unterstützen. Immer unter dem Gesichtspunkt Breitensport. Für den Spitzensport sind die Fachverbände zuständig.

Wo liegen die Kernpunkte in diesem Jahr?

Da gibt es mehrere. Im Mittelpunkt stehen das neue Sportförderungsgesetz und die Förderrichtlinien. Ein wichtiges Thema für uns, da wir den Vereinen helfen wollen, ihre Förderanträge bzw. Abrechnungen zu vereinfachen. Weiter wollen wir ein Kooperations-Netzwerk mit verschiedenen Partnern aufbauen. Dieses wird im September präsentiert. Unser Ziel ist es aber auch, nicht nur die Förderungen zu forcieren, sondern die Dienstleistungen und Serviceangebote zu ergänzen bzw. zu verbessern.

Gibt es eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Sportverbänden?

Mit dem Sportservice Vorarlberg beispielsweise weniger. Da geht es ja in Richtung Spitzensport. Mit dem Sportreferat, das auch ein Fördergeber ist, haben wir regelmäßig Kontakt. Wir können uns auf Augenhöhe unterhalten. Für uns ist es wichtig, dass wir vor allem gemeinsam mit den Vereinen an einen Tisch sitzen und dann unbürokratisch die richtige Lösung finden. Wir wollen uns nicht wichtig machen, sondern helfen und unterstützen. Auch mit den anderen Dachverbänden und vielen Fachverbänden haben wir regelmäßig Kontakt und sind an einem guten Einvernehmen interessiert.

Von wo nimmt der ASVÖ die Fördergelder?

Der Sport finanziert sich generell aus Glückspielerträgen. Die Gelder kommen aus der Österreichischen Lotteriengesellschaft. Drei Prozent des Jahresumsatzes fließen dem österreichischen Sport zu, das sind mindestens 80 Millionen Euro. Diese Gelder werden dann an die Fach- und -Dachverbände aufgeteilt. Vom ASVÖ-Bund verteilen sich die Mittel auf Basis der Mitgliederanzahl auf die Landesverbände. Bei uns sind das rund 600.000 Euro. Dazu kommen die Anteile der Landessportförderungsmittel, das sind zusätzlich rund 100.000 Euro. Unser Budget liegt bei derzeit bei zirka 750.000 Euro.

Und mit diesen Geldern werden die Vereine gefördert?

Ja natürlich. Eine Punktlandung ist zwar nicht immer möglich, aber wir sind bemüht, die Gelder so gut wie möglich zu verteilen. Wobei es uns nicht nur um Förderungen geht, sondern auch darum, die Menschen zum Sport zu bewegen. Wir wollen den Vereinen eine Plattform bieten, damit sie wieder mehr Nachwuchs bzw. Mitglieder bekommen. Dazu sind Projekte wie die „ASVÖ Familiensporttage“ für uns wichtige Initiativen. Da ist uns die Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg speziell im Rahmen von „Vorarlberg bewegt“ sehr wichtig.

Steckbrief:

Christian Vetter

Geboren:        29. November 1972

Familie:          verheiratet mit Brigitte, Kinder Aaron (14), Lina (10)

Beruf:             Angestellter

Hobbys:          Radfahren, Sport allgemein

(Quelle: ASVÖ Sportverband/Dieter Alge)

 

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