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Mediterrane Gesundheit

Wissenschaftler finden, dass mediterrane Kost beim Abnehmen hilft, vor Altersdiabetes, rheumatischer Arthritis und vielen chronischen Erkrankungen schützt.

In Amerika warnen Mediziner seit Jahrzehnten, dass ein Großteil der Bürger zu dick ist. Auch Europäer legen nun immer schneller an Kilos zu. Fettarme Diät galt lange als einziger Weg zur schlanken Figur. Als Alternative schlagen Wissenschafter jetzt die mediterrane Kost vor, die noch dazu vor zahlreichen chronischen Erkrankungen schützt. Darauf wiesen Experten Dienstag Nachmittag bei einem Presseworkshop in Sitges bei Barcelona im Rahmen einer internationalen Ernährungskonferenz hin. Auf tierische Fette wird bei dieser Kost zu Gunsten von pflanzlichen Produkten wie Olivenöl verzichtet.

Die Entwicklung der mediterranen Küche geht auf jene Zeiten zurück, als die Bevölkerung am Mittelmeer über wenig Fleisch verfügen konnte und unter schlechten sozio-ökonomischen Bedingungen lebte. “Gerade das Vermächtnis aus einer Ära der extremen Armut kann heute im Kampf gegen sogenannte Zivilisationskrankheiten der Wohlstandsgesellschaft helfen”, betonte der italienische Ernährungswissenschafter Alfonso Siani. “Viele Zutaten dieser Kost enthalten eine relevante Anzahl von Vitaminen E, C, Karotin und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffen. Letztere Gruppe ist in reinem Olivenöl und Wein gut repräsentiert.”

Obwohl die mediterrane Ernährung keine fettarme Kost sei, könne sie laut der spanische Wissenschatler Carmena wegen ihres Abwechslungsreichtums und Schmackhaftigkeit zur Behandlung von Übergewicht beitragen – “vorausgesetzt man kontrolliert die Kalorien”.

Der Konsum von Olivenöl und gekochtem Gemüse könnte die Gefahr reduzieren, an rheumatischer Arthritis zu erkranken. Die positive Wirkung des Öls zur Vorbeugung von Herzinfarkten wird von Wissenschaftern schon länger bestätigt. Rafael Carmena zeigte sich außerdem überzeugt, dass ausgeglichene Energieaufnahme durch eine Diät auf mediterraner Basis der richtige Weg zur Behandlung nicht nur von Übergewicht, sondern auch Typ 2 Diabetes (Altersdiabetes) ist.

Nach Studien von Antonio Capurso, Professor für Geriatrie an der Universität Bari, schützt vermehrte Aufnahme von ungesättigter Fettsäure (wegen ihrer großen Präsenz im Olivenöl ein typischer Bestandteil der mediterranen Ernährung) gegen altersbedingte kognitive Funktionsstörungen. Und nicht zuletzt hat die Nahrung eine direkte Auswirkung auf Cholesterinspiegel und Blutdruck.

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