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Mädchen aus Bethlehem trifft Eltern nach fünf Jahren wieder

Nach fünf Jahren Zwangsaufenthalt im Gaza-Streifen hat am Mittwoch ein zehnjähriges palästinensisches Mädchen aus Bethlehem seine Eltern wieder getroffen.

Die Familienzusammenführung fand nach palästinensischen Angaben dank einer Vermittlungsaktion des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat statt.

Die kleine Samaher Hreimi war 2002 zusammen mit ihrer Großmutter nach Gaza gereist. Beide wollten dort Samahers Großvater besuchen. Die Großmutter starb allerdings beim Besuch, und Israel wollte das damals fünfjährige Mädchen nicht ausreisen lassen. Die Behörden argumentierten, die notwendige Genehmigung sei auf den Namen der Frau ausgestellt worden und nach deren Tod nicht mehr gültig.

Erekat traf Samaher am Grenzübergang Erez zwischen Israel und dem Gaza-Streifen und begleitete sie zu ihrer Familie nach Bethlehem. Die Ausreise des Mädchens wurde auch dadurch erschwert, dass Samahers Vater zu einer zwölfjährigen Gefängnisstrafe wegen Widerstandsaktionen gegen die israelische Besatzung verurteilt worden war. Nach sechs Jahren hinter Gittern wurde er aber Anfang Dezember zusammen mit mehr als 400 anderen Häftlingen als Vertrauensgeste Israels gegenüber dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas (Kampfname „Abu Mazen“) freigelassen. Dadurch bekamen die Bemühungen um die Ausreise Samahers einen neuen Schub.

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