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McLaren im Qualifying voran

McLaren-Mercedes hat am Samstag das Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Belgien in Spa dominiert: Juan Pablo Montoya sicherte sich vor seinem finnischen Teamkollegen Kimi Räikkönen die Pole.

Der überlegene WM-Spitzenreiter Fernando Alonso aus Spanien (Renault/+0,369), der sich am Sonntag bereits zum jüngsten Weltmeister der F1-Geschichte krönen kann – er müsste dazu vier Punkte mehr als Räikkönen holen -, geht neben dem italienischen Toyota-Piloten Jarno Trulli (+0,205) als Vierter aus der zweiten Reihe in den 16. WM-Lauf der Saison. Der Vorarlberger Christian Klien kam dagegen mit 2,603 Sekunden Rückstand auf Montoya nicht über Rang 16 hinaus. Damit war der Red-Bull-Pilot der schlechteste Fahrer auf Michelin-Reifen.

„Das war nicht allzu gut“, lautete der zerknirschte Kommentar von Klien, der ein schlecht balanciertes Auto für seine schwache Performance verantwortlich machte. „Ich hatte wenig Zeit, um das Auto abzustimmen, und deshalb viel mit Untersteuern zu kämpfen, wodurch ich konstant Zeit verloren habe.“

Trotzdem glaubt der Hohenemser an seine Chance im Rennen. „Im Vorjahr bin ich von Platz 13 gestartet und am Ende noch Sechster geworden. Und das Wetter wird am Sonntag sicher sehr durchwachsen sein, wobei ich glaube, dass die Chancen bei Regen für uns größer sind“, meinte Klien.

Im Gegensatz zum Österreicher waren die McLaren-Piloten mit perfekt abgestimmten Boliden unterwegs. „Das Auto hat sich gut angefühlt und lief sogar besser als erwartet. Ich bin schlicht und einfach zufrieden“, betonte Montoya nach seiner „ersten richtigen Pole“ in dieser Saison, denn in der Vorwoche in Monza hatte er die beste Startposition ja nur auf Grund des Motorwechsels seines Teamkollegen Räikkönen geerbt.

Der Finne war ebenfalls zuversichtlich für Sonntag. „Es schaut super aus für uns, obwohl es hier durch den verregneten Freitag sehr schwierig war, die perfekte Abstimmung zu finden. Doch jetzt stehen wir beide in Reihe eins, und von Platz zwei sollte ich gewinnen können“, erklärte der WM-Zweite, der mit 27 Punkten Rückstand in die letzten vier Saisonrennen geht.

Renault-Teamchef Flavio Briatore gab sich nach dem Qualifying, in dem sein italienischer Landsmann Giancarlo Fisichella zwar die dritte Zeit erreicht hatte, aber wegen eines Motorwechsels am Samstagvormittag um zehn Plätze zurückversetzt wurde, gelassen. „Giancarlo ist mit viel Benzin eine Superrunde gefahren, und Fernando hat mit der zweiten Reihe eine gute Ausgangsposition für unsere Rennstrategie“, kommentierte Briatore das Einzelzeitfahren.

Natürlich wünscht sich der Italiener, dass sein Schützling Alonso schon am Sonntag die Fahrerwertung für sich entscheidet. „Das wäre natürlich schön. Aber wir brauchen nur noch 14 Punkte aus den nächsten vier Rennen, um aus eigener Kraft Weltmeister zu werden – vorausgesetzt Räikkönen sollte diese allesamt gewinnen. Wo wir diese 14 Punkte holen, ist mir egal, Hauptsache Fernando wird Weltmeister!“

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