McLaren gab das Tempo vor

Im ersten Kräftemessen für den Italien-GP waren die Silberpfeile in den ersten beiden Freien Trainings deutlich schneller als WM-Leader Alonso in seinem Renault. Klien nahm Coulthard neun Zehntel ab.

Die Freitags-Bestzeiten gingen traditionell an Testfahrer: am Vormittag war der Spanier Pedro de la Rosa in 1:20,201 Minuten am schnellsten, am Nachmittag sein brasilianischer Toyota-Kollege Ricardo Zonta in 1:20.531. Für Noch-Weltmeister Michael Schumacher begann das Ferrari-Heimspiel auf der schnellsten Strecke des F1-Kalenders schlecht, der Deutsche landete am Nachmittag nach einem Ausritt in der berüchtigten Parabolica-Kurve in einem Reifenstapel. Der Rekord-Weltmeister, der am Sonntag auch seine mathematische Chance auf den WM-Titel verlieren könnte, kletterte unverletzt aus seinem Ferrari und erlebte den Rest der Session als Zuschauer.

Das erste Duell Kimi Räikkönen gegen Alonso ging klar an den Finnen. Der WM-Zweite von McLaren belegte zwei Mal Platz drei, WM-Leader Alonso verzichtete auf die Vormittagseinheit, am Nachmittag wurde der Renault-Jungstar dann nur Zehnter. “Über Nacht werden wir das Auto weiter verbessern, ich glaube, dass wir in einer recht guten Ausgangsposition sind”, so Alonso. So wie Alonso schonte auch das Red-Bull-Duo David Coulthard/Christian Klien am Vormittag die neuen Motoren und blieb ohne Zeit. Am Nachmittag stiegen dann auch Klien und Coulthard ins Geschehen ein, wobei der Österreicher als Elfter gleich 0,906 Sekunden schneller als der Schotte war. „Das war ein zufrieden stellendes Training, ein guter Mittelfeldplatz ist für uns wieder möglich”, meinte Klien. In der Türkei hatten Coulthard und Klien mit den Plätzen sieben und acht drei WM-Zähler eingefahren.

Klien zu schnell in der Boxengasse
Christian Klien hat am Freitag nach dem ersten Freien Training eine Geldstrafe von 2.000 Dollar aufgebrummt bekommen. Der Red-Bull-Racing-Pilot wurde in der Boxengasse mit einer Geschwindigkeit von 63,5 km/h geblitzt, erlaubt sind allerdings nur 60 km/h. Damit hat der Vorarlberger gegen Artikel 99 des FIA-Regulativs verstoßen. Pro km/h kostet Klien das Vergehen rund 571,4 Dollar.
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