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McCain überflügelt Obama auf "You Tube"

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber John McCain punktet mit seinen provokanten Anti-Obama-Videos bei der jungen Generation. In der vergangenen Woche verbuchten die McCain-Videos auf der populären Internetplattform "You Tube" erstmals mehr Zugriffe als Beiträge von Barack Obama, berichtete die "Washington Times" am Donnerstag. [Videos im Bericht]

Die McCain-Videos zählten zu den sechs meistgesehenen der vergangenen Woche. Bisher war es dem McCain-Lager nicht gelungen, den Nerv der Internet-Generation zu treffen: Seit Februar führte Rivale Obama die “You Tube”-Hitliste unangefochten an. Der 71-Jährige nutzt seine neue Popularität und legte nach: Am Mittwoch veröffentlichte der Republikaner ein weiteres Video, in dem er wieder den Starbonus von Obama angreift. Erneut sind in dem Spot Bilder jubelnder Deutscher in Berlin zu sehen.

Umfrage: Fast jeder zweite Amerikaner ist Obama-müde

Amerika leidet unter einer Obama-Überdosis: Fast jedem zweiten Amerikaner ist laut einer Umfrage des unabhängigen Forschungsinstituts “Pew Research Center” in Washington die Dauerberichterstattung über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama zu viel. Demnach gaben 48 Prozent in einer Umfrage an, dass sie “müde” seien, Berichte über den schwarzen Senator aus Illinois zu sehen.


Nur 26 Prozent machten eine solch negative Aussage über seinen republikanischen Rivalen Senator John McCain. Lediglich zehn Prozent der Befragten zeigten sich knapp drei Monate vor der Wahl noch daran interessiert, Neues über Obama zu erfahren. Dagegen wollten 38 Prozent gerne mehr über den 71 Jahre alten Senator aus Arizona wissen.

Clinton-Anhänger drohen Parteitag zu stören

Dem Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August in Denver steht Ärger ins Haus: Anhänger von Hillary Clinton drohten damit, den Ablauf des Parteitages zu stören, sollte der ehemaligen Bewerberin um die demokratische Präsidentschaftskandidatur “nicht genügend Respekt” entgegen gebracht werden, berichtete die “Washington Post” am Donnerstag. “Wir werden sicher stellen, dass die Stimmen aller, die an diesem historischen Prozess teilgenommen haben, respektiert werden”, kommentierte Obama-Sprecher Bill Burton. Bisher ist noch unklar, welche Rolle Clinton auf dem Parteitag spielen soll. Im Obama-Lager hieß es, ihr werde fast ein ganzer Tag der viertägigen Veranstaltung gewidmet.

McCain wirbt mit Clintons Kritik an Obama

Nach mehrwöchiger Bildschirm-Abstinenz ist die unterlegene demokratische Kandidatin Hillary Clinton wieder aufgetaucht – ungewollt in einem Werbespot des Republikaners John McCain. Dessen Team veröffentlichte am Donnerstag in einem Internet-Spot Redeausschnitte aus dem Vorwahlkampf der Demokraten, in denen Clinton den Republikaner McCain lobt und ihren demokratischen Gegner Barack Obama scharf kritisiert. “Ich weiß, dass Senator McCain lebenslange Erfahrung hat, die er ins Weiße Haus mitbringen kann”, sagt Clinton. “Senator Obama hat eine Rede, die er 2002 gehalten hat.” Damit spielt sie auf Obamas Rede an, in der er den Irak-Krieg ablehnte.

McCain hat inzwischen Clintons damalige Strategie übergenommen, Obama als unerfahren und inkompetent darzustellen. Parteiintern war Clinton damals vorgehalten worden, mit ihren Angriffen auf Obama zu weit zu gehen und damit den gegnerischen Republikanern Munition zu liefern. In McCains neuem Spot werden auch Äußerungen der demokratischen Senatoren John Kerry und Joe Biden eingespielt, die ihren republikanischen Senatskollegen McCain als besonders ehrenwerten Mann loben. (

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