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Mathelehrer regiert nun in Schwarzach

Schwarzach - Manfred Flatz erobert Schwarzach für die Volkspartei.

Die erste und letzte Schulstunde gehört heute Morgen noch einmal seinen Achtklässlern am Bregenzer Gallus-Gymnasium. Auch deren Matura hat er schon vorbereitet. Und doch sind die Tage von Manfred Flatz als Physik- und Mathematikprofessor gezählt.

Schwarzach eingeschwärzt

Gestern eroberte der 56-jährige Lehrer aus dem Stand Schwarzach für die ÖVP. Als Bürgermeister wählten ihn annähernd 60 Prozent. Seine Fraktion explodierte förmlich von 18,99 auf 48,47 Prozent. Wie hat er das geschafft? „Wir haben einen ehrlichen Wahlkampf geführt“, sagt er, „der nie ins Persönliche abglitt.“ Und Flatz hat ein vielköpfiges Team um sich geschart, mit dem er nun regieren will. Wie gehts jetzt weiter? Bis zur konstituierenden Sitzung in wenigen Wochen bleibt Flatz noch am Bregenzer Gymnasium. Dann will er sich verstärkt der finanziell angespannten Lage seiner Gemeinde widmen. „Wir haben ein neues Gemeindezentrum gebaut, die Schule saniert. Jetzt müssen wir Strukturen verändern.“ Wie sehr hilft ihm da seine Profession als Mathematiker? „Geradlinigkeit braucht man auch in der Mathematik“, sagt der neue Bürgermeister, „und als Physiker bring ich die nötige Bodenhaftung mit.“ Mit wem Flatz eine Koalition bilden wird, ist noch offen. Der abdankende Langzeitgemeindechef Helmut Leite hatte sich das alles anders vorgestellt. Er hatte den Lehrlingsausbildner Horst Fertschnig ins Rennen geschickt, um Schwarzach für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) zu halten. Fertschnig zeigte sich gestern unumwunden „sehr enttäuscht“. Die ÖVP hätte eben wesentlich mehr Geld in den Wahlkampf gepulvert. Dennoch müsse man sehen, dass die Bürger die 30-jährige Arbeit der UWG nicht honoriert hätten. Wie er in der Politik weitermacht, will er in ein, zwei Tagen entscheiden. „In der Gemeindevertretung werde ich wohl bleiben.“

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