Materazzi ging wieder zu Boden

Inter-Mailand-Verteidiger Marco Materazzi hat in der italienischen Fußball-Meisterschaft am Sonntag für ein Deja-vu-Erlebnis gesorgt. Er ging in Genua wie im WM-Finale zu Boden.

Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Sampdoria Genua ging der 32-Jährige nach einem Disput mit Genuas Mittelfeldmann Gennaro Delvecchio, der daraufhin mit Rot vom Feld gestellt wurde, theatralisch zu Boden. Erinnerungen an das WM-Finale, als Frankreichs Idol Zinedine Zidane auf Provokationen von Seiten des Italieners mit einem Kopfstoß reagierte, wurden wach.

„Meine Reaktion war rein instinktiv. Ich wollte lediglich meinen Torhüter schützen“, meinte Materazzi nach dem Spiel. „Ich ging zu ihm (Delvecchio, Anm.) und habe ihn gefragt: ’Was glaubst du, was du da machst?’“, schilderte das „Opfer“. Daraufhin hätte ihn Delvecchio, der zuvor Inter-Torhüter Julio Cesar attackiert hatte, mit dem Kopf auf die Lippen gestoßen. „Ich würde es zugeben, wenn ich einen Fehler gemacht hätte. Aber in diesem Fall habe ich nichts Falsches getan“, verteidigte sich Materazzi.

Ungewohnte Unterstützung erhielt das nicht gerade als Unschuldslamm geltende Raubein von Sampdoria-Trainer Walter Novellino. „Ein professioneller Spieler darf nicht so reagieren. Selbst wenn er provoziert wurde, kann er keine solche Aktion liefern“, sprach Novellino von einer Dummheit seines Schützlings. Rotsünder Delvecchio entschuldigte sich plakativ „bei allen Italienern“ für seine Aktion.

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