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Massa schlug zurück, gibt aber Fehler zu

Der wegen seines kapitalen Fahr-Fehlers im Grand Prix von Malaysia vor allem von den italienischen Medien stark kritisierte Ferrari-Pilot Felipe Massa ist nun mit einer Rechtfertigung an die Öffentlichkeit gegangen.

Nach dem misslungenen Start sei ein aggressives Manöver zu Rennbeginn seine einzige Chance gewesen, sagte der Brasilianer. Massa war vergangenen Sonntag in Sepang von der Pole gestartet, rodelte nach einem völlig missratenen Überholversuch gegen den McLaren-Jungstar Lewis Hamilton aber schon in der sechsten Runde in die Wiese und beendete das Rennen nur als Fünfter, während die McLarens einen Doppelsieg feierten. “Mir war klar, dass nach dem schlechten Start mein Rennen vorbei ist, wenn ich nicht am führenden Alonso dran bleibe. Dazu musste ich Lewis unbedingt auf der Strecke überholen”, sagte Massa vor dem Bahrain-GP am kommenden Sonntag.

Was Massa dabei übersah, war, dass er ohne dieses Manöver wohl Dritter oder Vierter geworden wäre. Zur Kritik der italienischen Presse meinte der Ferrari-Pilot: “Wenn man mir vorwirft, einen Fehler gemacht zu haben, stimme ich dem zu. Aber ich bin über das Manöver nicht enttäuscht. Ich würde es wieder genauso machen. Von außen sah es vielleicht dumm aus, aber auf Grund der Informationslage war es zu diesem Zeitpunkt die richtige Entscheidung. Ich habe zu mir selbst gesagt, dass ich ganz sicher nicht hinten bleibe und mir das ganze Rennen lang das Heck eines McLaren ansehe. So muss ich mir wenigstens nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.”

Jean Todt gab sich nach der Kritik an Massa offen. “Ich komme mir hier vor wie bei einem Tribunal. Vor drei Wochen waren wir noch unschlagbar und nun sollen wir den Hunden zum Fraß vorgeworfen werden”, klagte der Ferrari-Teamchef.

Bei McLaren-Mercedes ist man aber zuversichtlich, nach dem Doppelsieg in Sepang auch am kommenden Sonntag auf dem Wüsten-Kurs in Sakhir sehr stark zu sein.

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