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Maßnahmen zum Schutz vor Sars

Nach dem neuen Sars-Fall in China sind am Dienstag in ganz Asien die Maßnahmen gegen eine neue Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit verschärft worden.

Die chinesischen Behörden begannen mit der Tötung tausender Zibetkatzen, die mit der jüngsten Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Die Regierung erklärte, der infizierte Patient sei inzwischen vollständig genesen und solle voraussichtlich am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Allein in der Stadt Zhaoqing wurden Presseberichten zufolge am Dienstag 220 Zibetkatzen ertränkt. In der Provinz Guangdong (Kanton) wurden die Wildtiere auf Märkten, in Restaurants und 36 Aufzuchtbetrieben beschlagnahmt, wie die Tageszeitung „Guangzhou Ribao“ berichtete. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte von den Massenschlachtungen abgeraten und erklärt, diese könnten wichtige Hinweise auf den Ursprung der Sars-Erkrankung vernichten.

Die Regierung in Peking hatte nach Bekanntwerden des ersten Sars-Falls seit Juli die Tötung von rund 10.000 der Tiere bis Samstag angeordnet. Hongkonger Wissenschafter erklärten, es gebe Ähnlichkeiten zwischen dem bei dem 32-jährigen Patienten entdeckten Coronavirus und demjenigen, der bei Zibetkatzen gefunden worden sei. Bereits nach der Sars-Epidemie im vergangenen Jahr hatten Forscher erklärt, das Virus stamme offenbar von der Zibetkatze. Diese gilt in Teilen Chinas als Delikatesse.

Hongkonger Tierschützer kritisierten die Massentötungen als Überreaktion. „Wir wissen nicht einmal, ob Zibetkatzen die direkte Quelle von Sars sind“, sagte Ng Cho Nam, Direktor des Naturschutz-Verbands. Zudem prangerte er die Ertränkungsmethode als unnötig grausam an.

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Dienstag unter Berufung auf Ärzte, der Sars-Patient sei seit eineinhalb Wochen fieberfrei. Der 32 Jahre alte Fernsehproduzent war am 20. Dezember mit Kopfschmerzen und Fieber ins Krankenhaus gekommen. Am Montag wurde der Verdacht auf eine Sars-Infektion bestätigt.

Vietnam äußerte sich besorgt über den neuen Sars-Fall. Hongkong, Taiwan und Russland verschärften die Einreisekontrollen an der Grenze zu China. Das chinesische Außenministerium betonte hingegen, derzeit bestehe keine Ansteckungsgefahr. „Wir müssen wachsam sein, dürfen aber nicht in Panik geraten“, sagte Außenamtssprecher Kong Quan.

Auf den Philippinen wurden 38 Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, die in Kontakt mit einer unter Sars-Verdacht stehenden Frau waren. Von ihnen habe jedoch niemand Symptome der Erkrankung gezeigt, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Manila mit.

Der Zustand der mutmaßlichen Sars-Patientin, einer 42 Jahren alten Frau, und ihres Ehemanns habe sich ebenfalls verbessert. Sie steckte sich den Angaben zufolge möglicherweise in Hongkong mit Sars an und bekam nach ihrer Rückkehr Fieber. Das Ergebnis eines weiteren Bluttests wurde am (morgigen) Mittwoch erwartet. Die WHO erklärte am Dienstag, vermutlich leide die Frau nicht an Sars.

Während der weltweiten Sars-Epidemie, die im November 2002 in Guangdong ihren Ausgang nahm, erkrankten weltweit mehr als 8.000 Menschen. 774 Patienten starben an der Lungenkrankheit.

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