Marilyn nackt und ungeschminkt

Erstmals wird in Europa eine lange unter Verschluss gehaltene Aktfoto-Serie von Marilyn Monroe ausgestellt. Fotograf Stern machte kurz vor Marilyns Tod 2.571 Aufnahmen. 

Das Pariser Museum Maillol zeigt in der Ausstellung „Marilyn, la derniere seance“ (Marilyn, die letzte Sitzung) bis zum 30. Oktober Bilder des Fotografen Bert Stern, die nur wenige Monate vor dem Tod der US-Schauspielerin aufgenommen wurden.

Im Auftrag des Modemagazins „Vogue“ machte Stern 1962 in einer Suite des Hotels Bel Air in Los Angeles 2.571 Aufnahmen der nackten und ungeschminkten Film-Diva, die in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre. „Vogue“ verzichtete dann jedoch auf die Veröffentlichung, weil das Magazin Klagen wegen Verstoßes gegen die guten Sitten fürchtete.

Anfang der 80er Jahre wählte Stern 59 Bilder aus, die er in den USA zeigte. Die Serie, die dann bei einer Versteigerung an den New Yorker Sammler Leon Constantiner verkauft wurde, ist nun in Paris zu sehen. „Was ich wollte, war Marilyn im Reinzustand“, erzählte Stern, der dem Star nur einige Schals und Tücher als Körperbedeckung zugestand. Es sei aber nicht leicht gewesen, Monroe von der Idee zu überzeugen: „Marilyn auszuziehen war so einfach wie nach Ägypten zu fahren, um eine Pyramide in ein Martini-Glas zu kippen.“ Die Monroe war wenige Monate zuvor an der Gallenblase operiert worden und fürchtete, auf den Fotos könne die Narbe zu sehen sein.

„Wenn man eine Frau so heiß begehrt und sie so nahe ist, wird es eine geradezu köstliche Empfindung, sie nicht berühren zu dürfen“, schwärmte Stern. „Der Fotapparat spielt eine beträchtliche Rolle, weil die Liebe das Objektiv durchwandert. Diese Liebe, diese Energie ist in den Fotografien festgehalten.“

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