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Marco W.: "Es war eine sehr schwere Zeit"

Marco W. hat zuerst an eine Verwechslung geglaubt, als er in der Türkei erstmals mit der Anschuldigung des sexuellen Missbrauchs der 13-jährigen Charlotte konfrontiert wurde. Weihnachten im Familienkreis

Als er dann ins Gefängnis gebracht worden sei, habe er geglaubt, dass sich die Angelegenheit rasch aufkläre, sagte der 17-Jährige in einem Interview der RTL-Sendung „Explosiv Spezial“, die am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte. Am Abend sei dann klar gewesen, dass sich der geplante Rückflug der Familie verschieben müsse: „Wir dachten, dass es irgendwann in der Nacht oder am nächsten Tag geht. Aber das hat sich ja ein bisschen länger verschoben.“

„Es war eine sehr schwere Zeit, und ich brauche jetzt erst einmal sehr viel Ruhe“, sagte Marco, der in der Nacht auf Samstag nach seiner Haftentlassung nach Deutschland zurückgekehrt war. „Ich bin, glaube ich, immer noch genauso wie vorher, aber habe sehr viele Sachen neu hinzu gelernt.“

Vor seiner Verhaftung sei er „ein ganz normaler deutscher Bursch“ gewesen. „Ich war mit der Schule noch nicht fertig, wollte den Abschluss machen, dann bin ich in die Türkei in den Urlaub gekommen. (…) Das sollte noch einmal ein Entspannungsurlaub werden, bevor das große Lernen anfängt und der Abschluss in der Tasche ist. (…) Danach wollte ich auf die Fachoberschule gehen und wollte später dann auch in einen Technikberuf gehen, vielleicht irgendetwas in Richtung Energietechnik.“

Zu seinem achtmonatigen Gefängnisaufenthalt sagte der Schüler: „Man kann sich ja ein bisschen die Zeit vertreiben mit Sport, mit Fernsehen, aber die Zeit läuft dort im Gefängnis einfach langsamer. Aber die Zeit wurde dann irgendwann wieder normaler, und man konnte sich dann immer besser die Zeit vertreiben.“

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