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Manuela Auer: "Ein unvergessliches Erlebnis"

Manuela Auer war bei der Käseherstellung in Sonntag vor Ort und legte selbst Hand an.
Manuela Auer war bei der Käseherstellung in Sonntag vor Ort und legte selbst Hand an. ©VOL.AT/Privat
Sonntag. Die Landesgeschäftsführer des ÖGB, darunter Manuela Auer, konnten sich bei der Käseherstellung im „Hauswalserstolz“ in Sonntag selbt ein Bild machen und legten Hand an.
Käseherstellung mit Manuela Auer

 

Vorarlberger Käse ist für seinen Geschmack und die sehr hohe Qualität bis weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt.  Wie Käse auf traditionelle Art hergestellt wird und welche Arbeitsschritte dazu notwendig sind, davon konnten sich die Landesgeschäftsführer des Österreichischen Gewerkschaftsbundes beim Besuch der Erlebnissennerei „Hauswalserstolz“ in Sonntag selbst ein Bild machen.  Dabei galt es nicht nur, dem Senn über die Schulter zu schauen, sondern selbst Hand anzulegen und eigenen Käse zu produzieren. „Ein tolles und unvergessliches Erlebnis“, so ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer.

Die TeilnehmerInnen erfuhren Schritt für Schritt, wie hochwertige Rohmilch zu Käse wird. Zunächst wird die Milch in einem Kupferkessel erhitzt. Wichtig ist dabei, die Temperatur konstant zu halten, was gerade beim Heizen mit Holz sehr viel Fingerspitzengefühl erfordert. Ist die Milch erst einmal auf Temperatur gebracht, werden unter ständigem Rühren die Kulturen und Labfermente dazu gemischt. Dies führt dazu, dass die Milch gerinnt und dicker wird.

Die Masse wird im Anschluss daran mit der Harfe geschnitten. Dabei entsteht der so genannte Käsebruch. Überraschend für Manuela Auer: Nicht Gewürze oder andere Zutaten entscheiden darüber, welche Art von Käse letztendlich produziert wird, sondern die Größe der einzelnen Käsekörner. Je kleiner die Körner, desto härter wird der Käse.

Hat der Käsebruch die gewünschte Konsistenz, wird er mit einem Käsetuch aus dem Kessel gehoben und in vorbereitete Holzformen gegeben. „Hier ist voller Körpereinsatz gefragt“, so Manuela Auer. Um möglichst viel Masse auffangen zu können, wird das Käsetuch nicht nur mit den Händen, sondern auch den Zähnen festgehalten. Eine schweißtreibende und anstrengende Prozedur, gerade für Ungeübte.

Nachdem die Masse mit den Händen „in Form“ gebracht wurde, wird der Käselaib nochmals gewendet und zum Reifen in den Keller gebracht. Nach vier Monaten ist der selbstgemachte Käse fertig. „Es war sehr spannend zu sehen, welches Gespür und welche Erfahrung es braucht, um guten Käse herzustellen“, freuten sich die „Hobbysenner“ über den gelungenen Vormittag. Für Begeisterung sorgte dabei nicht nur die urige Atmosphäre, sondern vor allem auch der Senn mit seiner lockeren Art und seinem enormen Wissen. Krönender Abschluss und zugleich Belohnung für die harte Arbeit bildete eine zünftige Käsknöpflepartie.

Nähere Infos zur Erlebnissennerei „Hauswalserstolz“ gibt es auf der Homepage http://www.hauswalserstolz.at

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