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Mann wie Schwein geschlachtet

Österreich - Eine 43-jährige Frau, die ihren Freund getötet, zerstückelt und in der Donau versenkt haben soll, muss sich am Mittwoch vor einem Geschworenensenat im Landesgericht Linz verantworten.

Das Motiv dürfte extreme Angst gewesen sein: Das Opfer, ein 45-jähriger Serbe aus Leonding (Bezirk Linz-Land), soll der Frau immer wieder gedroht haben, sie und ihre Tochter zu erstechen, wenn sie ihn verlassen würde.

Fährmänner hatten die in neun Teile zerlegte Leiche des 45-Jährigen am 30. Dezember des Vorjahres bei Esternberg (Bezirk Schärding) in Oberösterreich in der Donau entdeckt. Der Verdacht fiel bald auf die Frau, die sich bei den Einvernahmen in Widersprüche verwickelte und die Tat schließlich gestand.

Die 43-Jährige soll den Mann, der der Vater ihres Schwiegersohnes war und mit dem sie seit sechs Jahren ein Verhältnis hatte, in ihrer Wohnung erstochen haben. Dabei sei sie wie bei einer Schweineschlachtung vorgegangen, so die Ermittlungsergebnisse der Polizei. Diese Prozedur habe ihr das Opfer selbst beigebracht.

Die Frau habe ihren Freund mit einem Halsstich getötet, die Leiche ins Bad geschleppt und dort in mehrere Teile zerlegt. Anschließend habe sie die Körperteile in Müllsäcke verpackt, in ihr Auto verladen und das Bad gesäubert. Erst am nächsten Tag sei sie zur Donau gefahren und habe die Pakete ins Wasser geworfen. Ihrer 15-jährige Tochter, die in der mutmaßlichen Mordnacht im Nebenraum geschlafen hatte, soll sie lediglich erklärt haben, dass die Beziehung zu dem Serben nun endgültig beendet sei.

Falls es am Mittwoch kein Urteil gibt, wird der Prozess am 15. Juni fortgesetzt.

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