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Mankell kritisiert USA

Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell (58) hat das Bombardement der USA auf Somalia beim Vorgehen gegen mutmaßliche Terroristen scharf kritisiert.

„Hingehen und bombardieren, das ist absolut falsch“, sagte der vor allem mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Kriminalromanen um Inspektor Wallander berühmt gewordene Schriftsteller am Montagabend in Düsseldorf. Gemeinsam mit Äthiopien waren die USA Anfang Jänner militärisch gegen vermutete El-Kaida-Stellungen vorgegangen, wobei auch viele Zivilisten ums Leben gekommen sind.

Die zahlreichen Probleme des afrikanischen Kontinentes, die nicht zuletzt durch Jahrhunderte kolonialer Ausbeutung entstanden seien, seien komplex. „Bei komplexen Problemen muss man komplexe Antworten finden und nicht – wie in Somalia – Bomben werfen“, betonte Mankell, der sich seit langem für Afrika engagiert. Vielmehr müsse Afrika von den Industrienationen darin unterstützt werden, seine Probleme selbst zu lösen.

Der neueste Afrika-Roman des Schriftstellers wird unter dem Titel „Die flüsternden Seelen“ am 3. Februar („Das ist mein Geburtstag“) erscheinen, kündigte der Autor an. Auch in diesem Buch wolle er wieder „Geschichten über Kinder und arme Leute erzählen“, sagte Mankell, der jeweils ein halbes Jahr als Theaterintendant in Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, und in Schweden lebt.

Sein Engagement für den Kontinent sei „ganz rational“, erklärte der Schriftsteller am Rande einer Lesung: „Ich möchte, dass meine Kinder und Enkel eine gute Zukunft haben, da muss ich auch dafür kämpfen, dass Afrika eine gute Zukunft hat.“ Mankell: „Solidarität ist eine intelligente Art, die Welt zu betrachten!“ Gerade die Medien hätten eine große Verantwortung bei der Darstellung Afrikas, sagte der Schriftsteller: „Ich lese nur, wie Afrika stirbt, nicht, wie Afrika lebt.“

Aus dem Verkaufserlös des 2004 erschienen Mankell-Buches über Aids in Afrika „Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt“ seien bisher 80.000 Euro in ein Projekt für Aids-Waisen in Uganda geflossen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Hilfswerkes Plan International, Werner Bauch, in Düsseldorf. Auch aus dem Verkauf des neuen Afrika-Romans sollen Mittel an die Hilfsorganisation gehen, die sich besonders beim Kampf gegen Aids engagiert.

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