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Mangel an Betriebsgebieten: Gerhard E. Blum zieht seine Schlüsse

©VOL.AT/Rauch
Am Rande der Präsentation der Bilanz des vergangenen Wirtschaftsjahres äußerte sich Gerhard E. Blum zur Raumknappheit in Vorarlberg. Er glaubt an keine weiteren neuen Werke im Ländle für den Beschlägehersteller, hat dafür aber auch Verständnis.

Allein im vergangenen Wirtschaftsjahr (Juli-Juni) investierte der international tätige Beschlägehersteller 182,5 Millionen Euro in Vorarlberg, hier vor allem in das künftige Werk 8 in Dornbirn. Man wolle und werde auch in den nächsten Jahrzehnten am Standort Vorarlberg festhalten – neue Werke werde es aber vermutlich nicht im Ländle geben.

Keine Betriebsgebiete für Blum

Der Grund dafür sei einfach an den mangelnden Flächen für Unternehmen in ihrer Größenordnung. Blum habe Verständnis, dass sich die Vorarlberger für den Erhalt “ihrer” Grünflächen einsetzen und den hohen Lebensstandard erhalten wollen, dies sei auch in seinem Sinne. Man habe zwar noch Reserven für Wachstum, neue Werke werden jedoch eher direkt in den Absatzorten entstehen. Dies will er jedoch nicht als reinen Nachteil für Vorarlberg verstehen.

Wirtschaftskammer betont Standortbekenntnis

Marco Tittler
Marco Tittler
“Gerhard E. Blum hat ein starkes Bekenntnis zum Standort Vorarlberg abgegeben – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft”, betont Marco Tittler, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer, auf VOL.AT-Anfrage. Blums Überlegungen zur Aufstellung des Unternehmens seien nachvollziehbar und klar. “Das trägt nicht nur zur Sicherung des Heimatstandortes bei, sondern stärkt auch den gesamten Standort Vorarlberg. Denn unsere Unternehmen sind die Basis für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand.”

Herausforderungen nehmen zu

Die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Wirtschaften am Standort Vorarlberg würden ohnehin zunehmend schwieriger, hier sei der Mangel an verfügbaren Flächen nur einer der Herausforderungen. Hinzu kämen die Veränderungen durch die weltweite wirtschaftliche Verflechtung und Globalisierung.

Wirtschaftskammer fordert enges Miteinander ein

Um die Unternehmen zu unterstützen, brauche es aus Sicht der Wirtschaftskammer auch die Absicherung notwendiger Flächen, um beispielsweise die Firmenzentrale oder Forschung und Entwicklung in Vorarlberg halten zu können. Hier bedürfe es eines engen Miteinanders. Tittler denkt hier an gemeindeübergreifende Betriebsgebiete und Verdichtungskonzepte.

“Vorarlbergs urbaner Weg” der Industriellenvereinigung

Mathias Burtscher
Mathias Burtscher
Ähnlich sieht es die Industriellenvereinigung im Ländle. “Im Interesse von Arbeitsplätzen und Wohlstand im Land sollte alles dafür getan werden, um auch bestehenden, größeren Unternehmen eine Weiterentwicklung ihrer Produktionen in Vorarlberg zu ermöglichen”, betont Geschäftsführer Mathias Burtscher. Im Rahmen von “Vorarlbergs urbanem Weg” habe man hier Ansätze aufgezeigt: Eine Balance zwischen Wirtschaft- und Lebensraum, verdichtete Bauweise und unbebautes Bauland mobilisiert werden. Auch eine Verlagerung von Teilen der Landesgrünzone müsse man zumindest andenken.

Starker Druck

Der Druck auf die heimische Industrie sei groß und tendenziell eher steigend. Wie Blum angesprochen habe gebe es gute Gründe für eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland. “Wir sollten jedenfalls versuchen das Thema Grund und Boden nicht zu einem relevanten Auslagerungsfaktor werden zu lassen”, betont Burtscher. Tittler hofft auch in der Gesamtgesellschaft auf ein stärkeres Miteinander mit den Unternehmern: “Herr Blum wirbt mit seinen Aussagen für ein positives Wirtschaftsverständnis und zeigt sehr viel Verständnis für die aktuelle Situation in Vorarlberg. Ein positives Wirtschaftsverständnis in der Gesellschaft und auch ein gegenseitiges Verständnis sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Vorarlberg.”

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