Mammut-Programm zum Auftakt

Der erklärte Top-Favorit Red Bull Salzburg startet am Mittwoch (19:30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel gegen die SV Josko Ried in sein Mammut-Programm zum Auftakt der T-Mobile-Fußball-Bundesliga.

Das internationale Star-Duo Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus hat mit dem Vizemeister in 16 Tagen nicht weniger als sechs Partien – davon zwei Champions League-Qualifikationsspiele gegen FC Zürich – vor der Brust und muss von Beginn an danach trachten, die eklatante Auswärtsschwäche der Vorsaison abzulegen.

Mit zehn Niederlagen und drei Remis haben die „Bullen“ in ihrem ersten Jahr nämlich 36 von 54 möglichen Punkten in der Fremde liegen gelassen und der Wiener Austria im Titelkampf nicht zuletzt deshalb den Vortritt gewähren müssen. Nun stehen für „Trapatthäus“ und ihr exklusives Ensemble gleich drei Liga-Auswärtsspiele in Serie an, ehe man am 5. August gegen den GAK erstmals auf dem Kunstrasen des mit hoher Wahrscheinlichkeit ausverkauften Stadions von Wals-Siezenheim antritt.

Los geht es für die Salzburger ausgerechnet gegen den UI-Cup-Starter Ried, der sie in der vergangenen Saison zweimal mit leeren Händen (3:0 und 2:1) aus dem Innviertel verabschiedete. Damit hat sich Trapattoni aber nicht lange beschäftigt. Vielmehr betont der ehemalige Teamchef der „Squadra Azzurra“ die Bedeutung der Auftaktpartie: „In allen Ländern, in denen ich bis jetzt gearbeitet habe, war das erste Saisonspiel immer extrem wichtig.“ Und dabei sei wiederum „nur das Ergebnis wichtig, nicht das Spiel.“

„Trap“ strahlt vor der kurzen Reise nach Oberösterreich großen Optimismus aus: „Ich denke, dass wir die Spieler haben, die dieses Ergebnis bringen können. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, die Testspiele waren sehr aufschlussreich und teilweise auch erfolgreich. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft meine Ideen umsetzt.“ Der Italiener will nur von einer Aufgabe zur nächsten denken: „Jetzt ist einmal Ried wichtig, dann Altach und dann erst die Champions League-Qualifikation gegen Zürich.“

Und auch Heinz Hochhauser, der die Salzburger im Vorjahr als Ried-Coach “ärgerte“ und im Sommer als Chef der Red Bull-Nachwuchsabteilung installiert wurde, weiß: „Wenn man gegen Ried nicht gut vorbereitet oder überheblich ist, kann man eine böse Überraschung erleben. Ist die Mannschaft aber gut vorbereitet, wird sich die bessere Qualität durchsetzen.“

Nationalspieler Rene Aufhauser, der sich als einziger Österreicher mit vier Deutschen und je einem Ungarn, Chilenen, Serben, Schweizer, Kroaten und Tschechen in der Startformation finden wird, warnt seine Teamkollegen: „Mit halbherzigem Auftreten kann man in Ried nichts gewinnen. Das wissen wir spätestens seit der letzten Saison. Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden und hinten kompakt stehen.“

Sein neuer Mannschaftskamerad Niko Kovac weiß: „Mit einem Sieg zu starten wäre extrem wichtig. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir dazu die Qualität haben. Nur müssen wir diese auch auf dem Platz abrufen.“ Der kroatische WM-Kapitän fordert: „Wir müssen dagegen halten. Spielerisch sind wir besser.“ Getreu dem Red Bull-Slogan hofft Kovac: „Ein Sieg würde uns für die nächsten Aufgaben Flügel verleihen.“

Trapattonis Gegenüber Helmut Kraft blickt mit Ried bereits auf erfolgreich absolvierte UI-Cup-Wochen zurück. „Das ist einerseits ein Vorteil, da wir schon Bewerbspiele bestritten haben, die den anderen Mannschaften noch fehlen. Andererseits haben wir dadurch mit Drechsel auch schon einen Verletzten zu beklagen“, erklärte der Hochhauser-Nachfolger, der außerdem auf Kablar, Angerschmid und Michalik verzichten muss.

Der Tiroler schwelgt vor dem Liga-Start bereits in Vorfreude: „Salzburg ist der ideale Auftaktgegner. Ich freue mich sehr auf das Spiel.“ Aus den Rieder Heimsiegen der Vorsaison leitet Kraft allerdings keinen psychologischen Vorteil ab: „Die Resultate der vergangenen Saison sind egal, Salzburg hat ein neues Trainerduo und viele neue Spieler.“

Die taktische Marschrichtung hat der Coach seiner Truppe schon mitgegeben: „Wir wollen zwar auf jeden Fall gewinnen, werden aber sicher nicht von der ersten Minute an nach vorne rennen. Salzburg ist sicher gut organisiert, hat schnelle Leute und würde nur auf einen Fehler warten.“

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